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vor dem Cover-up

Tattoo

 

 

 

 

 

 

Nach dem Cover-up

Tattoo

Hakenkreuz Überdeckung Tattoo

Tattoos sind ein klares Zeichen. Oft auch Zeichen, die man irgendwann nicht mehr so sehen will. Oder sehen kann. Von dem Soll braucht man nicht zu reden. Vor allem nicht bei einem Hakenkreuz. Aus dem Grund empfehle ich in der Regel meinen Kunden bei einem Tattoo 2 grundlegende Sachen .Kein Verein, keine Politik. Kein Sch… . Denn das sind Sachen, die sich ändern. Einstellungen, die sich ändern. Oder ändern können. Und die man dann in einer oft mühsamen Überdeckung auffrischen muss.

Mühe bei der Studiowahl

In dem Fall kam der Herr aus doch immerhin knapp 500 km Entfernung nach München daher, um sich das alte Zeug überdecken zu lassen. Unter anderem, weil sich so gut wie keine Studios überhaupt finden ließen, die das alte Hakenkreuz überdecken wollten. Und darüber hinaus keine, die auch Biomechanik als Tattoo abliefern konnten. Wobei ich sagen muss, wenn jemand bereit ist, sich von seinen alten Gedanken zu verabschieden, dann sollte man das auch gutheißen und unterstützen.

Vermaßung auf Entfernung

Als Orientierung waren schnell einige Arten der Biomechanik gefunden. Der Gedanke sollte eine, an H.R. Giger angelehnte Ausführung beinhalten, in die Anfrage hatte mir der Herr 3 meiner vorherigen Arbeiten angefügt. Und darüber hinaus hatte ich komplette Freiheit in der Ausarbeitung. Aus dem Grund machte ich eine, in Alien ( Film) immer wieder gerne zu sehende Szenerie zur Grundlage. Ein Skelett in einer Art Exo-Skelett eingebettet, mit diversen Schwurbeln und Leitungen und Kühlrippen und Kabelschläuchen. Und ich muss sagen, dass das in dem Fall das erste Mal war, dass ich ein Tattoo – wegen der Entfernung von dort nach München- komplett nur über Fotos und Maßeinheiten aufgebaut habe. Entfernung Brustwarze zu Brustwarze, Entfernung Unterkante Brustschädel zu Bauchnabel. Das wurde dann halt ausgedruckt und auf dieser Basis die Zeichnung gefertigt…und sie hat tatsächlich perfekt gepasst.

 

Und so wurde aus dem Totenkopf der Raum unter dem Unterkiefer, die Schrift “ Angry Arian“ wurde in einen weiteren, großen, in Farbe gehaltenen Totenkopf integriert. Bedingt durch das Rot in dem alten Tattoo, musste ich auch in dem Farbsektor arbeiten Wie üblich habe ich dabei nur Farben benutzt bei der Überdeckung, keine Schattierungen. Auch wenn es so aussehen mag. Lediglich Farbmischungen, um den Schatteneffekt zu erreichen. Auch das Grau in dem unteren Schädel ( in der Schädeldecke, dem links von der Nase weggehenden Rohr, z.B.) basiert auf Farbmischungen und Weiß. Ich muss zugeben, dass ich bei dem Teil durchaus ein paar interessante neue Mischungen ausprobieren konnte. Das Cover-up Projekt dauerte letztendlich doch ein paar Fahrten, wer was Altes noch findet darf es behalten…Und der Weg ins Schwimmbad ist wieder frei…

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nach-skandal-von-bayreuth-az-testet-hakenkreuz-tattoo-macht-100-euro.7d9d2f73-9d35-4aeb-ac7d-94c6484108c7.html

https://www.bz-berlin.de/berlin/treptow-koepenick/hakenkreuz-skandal-bei-berliner-tattoo-convention

https://www.tattoo-convention.de/stellungnahme-zu-den-juengsten-vorkommnissen-auf-der-tattoo-convention-berlin-2019/