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Hardcore for Life Tattoo

„Hardcore“ ( for Life ),  das wird sich S. auch gedacht haben, als wir uns das erste mal gesehen haben. Hieß doch mein Laden damals noch “ Shit for Life“ Tattoo, wenigstens das “ for Life “ hatten wir schon mal gemeinsam. An die Begrüßung, die ich meinem lieben Zuckerstück zuteil hab werden lassen, werde ich immer wieder gerne erinnert. Vor allem von ihm… wobei, wenn wir mal wieder einen Tattoo Termin haben finde ich es auch ganz amüsant, ihm den Ball zuzuspielen, damit er sie zum Besten geben kann. Ich hatte gerade einen Kunden, mit dem ich geredet hatte, S. hatte mich schon seit einer Weile gesucht. Und nachdem ich mich für eine Weile rar gemacht hatte konnte er mich auch nicht so einfach finden. Und dann stolperte er irgendwann mal über ein Werbeplakat von mir damals am Rosenheimer Platz U-Bahnhof. Und machte sich voller Freude, Zuversicht und Enthusiasmus auf den Weg zu meinem Studio… . “ …Und was willst du Spinner jetzt hier…“ kam da wohl mal flockig flachsig von mir rüber geschossen. Ich war der Ansicht, dass S., so wie er aussah, damit umgehen kann. Konnte er auch, sonst wäre es nicht zu diesem fetten Rücken und danach noch zu den Armen und der Brust gekommen.

Und für S. gab es auch noch ein paar neue Lektionen: gehe niemals mit einem frischen Rückentattoo ( in dem Fall auf Arschhöhe) zu einem Fußballspiel. Die andern können das nämlich nicht so ganz verstehen, wenn man sich partout nicht hinsetzen will und ihnen die Sicht versperrt…

Und, dass man sich politische ( oder ähnliche ) Sachen nicht tätowieren lassen sollte. Irgendwann kam er nämlich auf den Trichter, dass es bestimmt ganz cool wäre sich “ straight edge“ tätowieren zu lassen. Leider musste er sich davon überzeugen lassen, dass das Bier dann doch zu gut schmeckt… und das passt dann halt doch nicht zu „straight edge“.