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Japan Dotwork Rabenschädel Tattoo

Was soll man sich jetzt darunter mal wieder vorstellen? Japan und Dotwork, das schließt sich bei einem Tattoo doch gegenseitig aus, oder nicht? Und dann auch noch ein Rabenschädel? Das passt ja auch nicht wirklich zusammen, oder? Kommt immer ganz darauf an. „Wer will was?“, das ist immer die Frage. Und die nächste Frage darauf wäre “ Wer kann was?“ In dem Fall wurde ich mit einem Bild eines Rabenschädels beehrt. Eigentlich besser gesagt, eines Raben Totenschädels mit Flügeln. Für grobe Orientierungen bin ich ja  immer dankbar.

Wie passt das denn da hin?

Die nächste Ansage war der Ort des Grauens. Nee, des Tattoos, natürlich. Uffe Brust. Ich mag Tattoos, die die Brust ausfüllen. Allerdings muss man dabei auch ein wenig darauf achten, dass das Tattoo in den Rahmen passt. Wenn das zu klein ist wird der Rahmen zu groß. Das Tattoo wirkt dadurch oft verloren. Ist es zu groß, wird der Rahmen gesprengt. Nachdem auf dem einen Deltamuskel, sprich Oberarm, bereits ein Tattoo war, musste der Rahmen teilweise gesprengt werden. Schließlich war das Hauptelement der Rabenschädel. Die Flügel sollten natürlich auch nicht fehlen. Um diese ins Verhältnis zu setzen, war der Plan meinerseits die Flügel anzuschneiden. Um sie dem Rahmen entsprechend in die korrekte Größe zu setzen, im Verhältnis zum Schädel.

Wolken und Spiralzeug

Jetzt hat der gepflegte Rabe natürlich sein Element. Die Luft, klar. Beim toten Raben riecht sie vielleicht etwas lustig, aber das stört das Tattoo ja nicht. Vielleicht funktioniert das als Entschuldigung, nach ungewaschenen Tagen? Mein Rabe ist schuld!? Wer weiß? Zurück zur Luft, wolkig sollte sie einerseits sein. Aber andererseits auch mit Spiralen. Nachdem wir schon Spiralen am Unterarm verbastelt hatten, um mehreren kleinen Einzeltattoos einen Hintergrund zu gestalten, war das recht schnell klar: Sowas sollte auch auf der Brust hin. Und das zusätzlich mit einem Dreieck. Ich erinnere mich an etwas mit der Glückszahl 3. Das Dreieck war einigermaßen schnell logisch aufgebaut. Spitze der oberste Punkt unter der Kehle und die Nippel die seitlichen Ecken. Was bei dem Ganzen auch noch mit angesagt wurde, war “ keine freie Haut“. Das ist im japanischen Tattoo Stil durchaus immer mal wieder gebräuchlich. Auch wenn man es eher selten sieht, da es verhältnismäßig schwierig ist, das helle Grau so zu stechen, dass es nicht insgesamt zu dunkel wird. Kontrast ist wichtig!

Japanischer Farbholzschnitt

Man muss sich daran erinnern, woher die Art der japanischen Tattoos herrührt. Sie ist eng verbunden mit der Kunst des Farbholzschnitts. Dabei werden die farbige Flächen einfach gefüllt, in der Regel durch nebeneinander liegende Flächen im Fall von Abstufungen. Überlagernde Farbflächen gibt es dabei in der Regel nicht. So ist es im Fall, wenn jemand keine freie Haut will auch durchaus so, dass die hellsten Flächen mit einem leichten Grau gefüllt sind, statt einfach Hautfarben zu bleiben.

Stilmix

Stilmixe mag ich ja persönlich bei Tattoos immer gerne. Sie machen das Tattoo zu etwas einzigartigem. Etwas, das sich definitiv auf den Träger bezieht und vom Trend abhebt. In dem Fall schlug ich vor, das Dreieck mittels Dot-work von den gleichmässigen grauen Flächen abzuheben. Um es noch ein wenig aufzulockern und es als “ Störer“ zu verwenden. Außerhalb des Dreiecks eher dunkel gehalten, in das Dreieck eher hell, um auch dort einen Kontrast zu dem dunklen Schnabel aufzubauen. In dem Fall bot es sich wegen der Größe des Dreiecks an, Highlights mittels weißer Dots zu setzen. Um die darunter liegenden Strukturen, wie die Federn, oder den Schädel noch ein bisschen abzusetzen. Um den Raben noch ein wenig aufzuhellen, wurden auch in den Flügeln und im Schädel selbst Stellen mit Weiß als Highlight gesetzt. Kontrast hoch, um das Tattoo nicht komplett ins Dunkle abdriften zu lassen.

https://www.voodoomaniacs.de/rabenschaedel-mit-fluegeln-wandschild-gothic-dekoration.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Farbholzschnitt