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Tittenfisch Tattoo

Frage nicht nach Sonnenschein. Oder frage nicht nach, Sonnenschein? Was der gute Manu da als Tattoo wollte war mal wieder ein voller Spaß. In mehrerlei Hinsicht. Er wollte einen Tintenfisch, einen Gummi- Tintenfisch. Aufblasbar. Wie einen Schwimmreifen. Da fragste nicht nach. Sondern läßt dich darauf ein, und machst noch ein paar nette Vorschläge. Zum Beispiel dass er einen mehrteiligen Schnabel haben könne. Dass man auf die Arme kleine Titten machen könne, einen Tittenfisch also als Tattoo. Und was kommt noch alles bei rum, wenn ein Narr den anderen trifft. Nur Schmarrn. Deswegen wurden die langen Fangarme zu Vulvas, die Quallen wurden zu Penisartigen Schemen, und und und.

Tja, beendet wurde das Ganze leider nicht. Denn dem Manu ging dann zum Schluß die Luft aus. Es war ein junger Tätowierer, der recht frisch angefangen hatte. Und ich weiß nicht welcher Teufel mich geritten hatte: ich hatte ihm einen Sonderpreis angeboten. Bei unserer vorletzten Sitzung erzählte er aus seinem Nähkästchen. Wie er jemandem in seinem Heimatsort für 5 Minuten Arbeit – ein Tattoo in der Unterlippe- 80 Öcken abverlangt hatte. Tja… Ich arbeitete zu dem Zeitpunkt ungefähr 13 Jahre, er gerade mal 2. Und nachdem er mir so fröhlich und frei erzählt hatte, wie er – meiner Meinung nach- völlig überteuert für seine Qualifikation mehr verlangte als ich von ihm… da meinte ich, er werde jetzt den Stundensatz zahlen, wie Jedermann. Wir machten einen Termin aus. Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf. Manu teilte mir mit, er wolle nicht behandelt werden wie Jedermann. Na , dann… was soll man sgen, vielleicht hatte das Motiv einen tieferen Grund? Ein aufgeblasener Tittenfisch, dem die Luft ausgeht…