Die ersten paar Jahre… . Jung, ehrgeizig, verrückt…was macht man nicht alles. Für mich waren Tattoos durch meine eigene Entwicklung immer mit einem anderen Nimbus besetzt als bei „anderen“. Ausgehend von meiner Motivation für mein erstes Tattoo, einem Traum, war mein Ansatz für Tätowierungen immer der sublime, unbewußte Aspekt, der sich versucht an die Oberfläche zu kämpfen. Um sich dort  zu veräußerlichen, bewußt gemacht zu werden und damit wieder verinnerlicht zu werden. Aus diesem Grund sind auch die Motive immer sehr Eigen gewesen, da sie immer aus der einzelnen Person entstanden. Und nicht aus einem Gruppen- Identifikationszwang. Tatsächlich kam es damals auch immer wieder zu Ereignissen, Zerwürfnissen, weil sich natürlich auch Gruppenstrukturen bei meinen Kunden finden ließen, die es mir damals unmöglich machten jeden zu bedienen. Die Auswahl der Motive, der Stile, der Ausarbeitungen, all das war damals eher recht klar gegliedert. Es gab Tribal ( yeaih), Japanisches, Standard-Rock´n´Roll Motive, ja, damals gab es auch Delphine… Totenköpfe, klar, auch die… und dann war da noch die Biomechanik, die gerade dabei war, sich zu finden und in Tätowierungen etabliert zu werden.

Und auf irgendetwas musste man sich ja einschießen. Durch meine Zusammenarbeit damals, nach 3 Jahren intensiven Home-Studiums mit einem Kollegen, der sich auf Tribals spezialisiert hatte, kam es mir natürlich entgegen, dass ich die eher gegenständlichen Sachen in meinem Repertoire hatte. Here we go, eine kleine Entstehungsgeschichte.