Biomechanik Tattoos

sind im allgemeinen eine Schöpfung, die von H.R.Gigers Werken abgeleitet wurde. Die darin enthaltenen Maschinen und deren Elemente, Lüftungsschlitze, Schläuche, Knochen und Kühlrippen bilden letztendlich die Grundlage für diese Tattoos.

Diese entstanden aus Alpträumen über die Verbindung von organischem Leben mit industriell-mechanischer Funktionalität. Und fanden ihren ersten Niederschlag in dem Film „Alien“… . der Begriff der Biomechanik fand seinen Einzug in die Kunstwelt.

Ende der 1990 er Jahre wurden von US. Tätowierern der Begriff „Biomechanik“ allerdings recht eindimensional auf die Verwendung von Spiralen reduziert. Diese beinhalteten zwar immer strukturelle Elemente, gingen jedoch an dem von Giger geprägten Begriff oftmals weit vorbei.

Schließlich stellten sie in der Regel eher Mischungen von Tribals mit Kühlrippen und ähnlichem dar.

Steampunk

Durch die Einführung des Begriffs “ Steampunk“ bekam der Stil wieder eine dem Ursprung wenigstens teilweise zugeordnete Orientierung. Der Gedanke ist dabei allerdings eher einer alternativen Welt entlehnt, die auf der Entwicklung der Dampfmaschine als Grundlage der technischen Entwicklung basiert. Auch wenn der Steampunk oft als eigene Welt erscheint, ist er dennoch nur eine Erweiterung der Biomechanik.

Wobei ich vom Gedanken her alles mögliche in den Begriff mit einfließen lassen würde. Strukturen aus Röhren, Gittern, maschinellen Elementen jeder Art. So wie Ketten und Zahnräder. Schläuche und Kühlrippen. Gelenke und Federn. Ob die Teile dabei als Gehäuse fungieren oder den Kolben einer alten, mit Dampf betriebenen Maschine entlehnt sind, oder der Lenkung eines Kfz, ist dabei relativ egal.

Die Qual der Wahl

ergibt sich dadurch, ob man seine Strukturen eher knochig und porös haben will, oder glatt und metallisch. Weich und schleimig, oder maschinell-funktionell. Da gibt es keine Grenzen, keine Möglichkeiten, die nicht kombiniert werden können. Schließlich sind all diese Komponenten nur Bausteine. Der Körper gibt die Form. Und das Gesamte ergibt eine Projektion auf den Körperteil. Die Form wird wie gesagt in der Regel von dem Körperteil selbst diktiert. Ich verwende dabei für meine Biomechanik Tattoos keine vorgefertigten Matrizen. Jede Form ist individuell und bei jedem Kunden einzigartig. Somit werden Elemente auf der Wade anders als Tattoos auf dem Arm. Oder auf dem Rücken.