Der Hook: Einzelschicksale & Drachen
„Das ist ein umgekehrtes ‚wenn nicht der Berg zum Propheten kommt‘- Erlebnis. Ich brauche keine Bausparsache, der Herr Arthur braucht ein Tattoo. Da werd ich doch fast gläubig. Es geht hier um Einzelschicksale, nicht um Institutionen – am Ende zählt nur die gewonnene Lebensqualität.“
— Roald Beyer, über die Befreiung durch ein Drachen Cover-up
Asiatisches Cover-up Full-Sleeve Rettung Lebensqualität

Drache Cover-up: Eine Geschichte über Zeit und Lebensqualität

Begegnungen in der Franziskanerstraße

Wie es sich so trifft. Das kann man über so vieles sagen. Jetzt müssen wir erst einmal fragen, wann? Damals, um die 2003. Und dann fragen wir mal wo? In der Franziskanerstraße. Da hatte ich meinen ersten eigenen Laden. Und wenn man den Laden gekannt hat, dann weiß man, dass der eigentlich recht untypisch lag. Von der Straße versetzt, mit einem kurzen Zuweg von ca 25 Metern, an der Ecke von einem Bürogebäude. Anfangs waren das Bosch, Siemens, Hösch, die da drinnen lagen. Später wurde aufwändig renoviert, und dann waren da halt auch andere Büros am Start. Ich erinnere mich an die BayernLBS, allerdings kann ich das nicht nachvollziehbar belegen.

Einzelschicksale statt Institutionen

Nehmen wir deswegen diese Institution als Platzhalter, als erzählerische Komponente, denn die Geschichte hat ja gar nichts mit denen zu tun. Hier geht es um Einzelschicksale, nicht um Institutionen. Und wenn man sich nichts denkt bezüglich Tattoos, dann ist die Landesbausparkasse ganz weit vorne mit dabei. Und dann steht irgendwann der Herr von der Bayern- LBS da in meinem Laden und möchte sich beraten lassen. Das ist ein umgekehrtes „wenn nicht der Berg zum Propheten kommt“- Erlebnis. Ich brauche keine Bausparsache, der Herr Arthur braucht ein Tattoo. Da werd ich doch fast gläubig. Er möchte sich über ein Cover-up Tattoo, genauer gesagt  Drache Cover-up erkundigen.

Das Körperverständnis einer anderen Zeit

Mein Gegenüber trägt ein weißes Hemd, Anzug, Krawatte. Von den Schuhen kann ich nichts berichten. Und vom ersten Blick würde man nicht darauf kommen, dass das Äußere viele, viele alte Tattoos verbirgt. Jugendsünden? Wilde Zeit? Das kann man nicht so sagen. Einfach nur eine andere Zeit. Und ein definitiv anderes Körperverständnis. Eine Zeit, in der es normal war, sich einzelne Motive wie Aufkleber hin pflastern zu lassen. Nebeneinander. Ohne Rücksicht auf Punkt, Komma, Strich, und ohne Rücksicht auf Verluste. Sehr irritierend ist es dabei, dass diese Trends sich wiederholen, in den modernen Zeiten. Nun, Zeiten ändern sich. Zeiten kommen aber auch wieder, und wenn gezwungenermaßen.

Der Verlust an Lebensqualität

Denn ich glaube nicht, dass Arthur sich gedacht hatte, jemals wieder Tattoos zu bekommen. Und dann im Laufe der Jahre musste der Mann feststellen, dass er immer weniger seine Arme zeigen mochte. Egal zu welchem Anlass. Ob im privatem Rahmen oder in der Arbeit. Ja, in der Arbeit mal ja gleich gar nicht, bei der Arbeit. Also ein massiver Verlust von Lebensqualität. Don´t judge a book by its cover. Wegen der massiven Menge von altem verhunzten Zeug musste ich echt überlegen. Drache in Kombination mit Cover-up, nun, Drachenbrut ist ja prinzipiell in allen Variationen verfügbar. Da kann man in der Ausarbeitung echt flexibel sein. So ist für jeden etwas mit dabei.

Drachenbrut: Strategische Ausarbeitung

Da der Gedanke ein Drache für das Cover-up Tattoo war, in asiatischem Stil, hatte ich eine gewisse Bandbreite zur Verfügung. Die Schuppen für das Drache Cover-up wurden mit einer gewissen Musterung versehen, was den Vorteil hatte die hellen und dunklen Stellen besser ausnützen zu können. Denn bei der heftigen darunterliegenden Masse war gar kein Gedanke an filigranes Dududu. Da musste mit schweren Geschützen. Und vor allem keiner Scheu vor Durchscheinen. Dabei waren die Wellen auch eine sehr große Hilfe, besonders wenn alte Elemente als durchscheinende Fortführung von dem Drachenkörper integriert werden konnten. Das machte eine ganze hilfreiche Menge aus.

Groß gegen Klein – eine Cover-up Überlegung

Natürlich fragt man sich immer bei einem Cover-up Tattoo, auch bei diesem Drache Cover-up, wie man an die Sache am Besten herangehen sollte. Gerade bei einem Full-Sleeve ist es wichtig, das Ganze nicht zu klein und zu fieselig zu gestalten. Es braucht eine bestimmte Größe, um zu wirken. Andererseits ist es gerade bei einem Cover-up Tattoo mit einer derartigen Menge an darunter liegenden Informationen wiederum kontraproduktiv, die Sache zu groß auszuarbeiten, da in dem Fall die Überdeckung gerade noch unterstrichen wird. Der Rahmen und Fokus muss also sehr bedächtig gewählt werden.

 

Das Bandenspiel mit Licht und Schatten

Denn sonst ist das so, als ob man mit einem Pfeil auf die darunterliegenden Elemente zeigen würde. Aus dem Grund gestaltete ich den Drachen in einer eher lang gezogenen Form, damit konnte er sich unter den Wellen durchschlängeln. Zur Auflockerung kamen noch mal alle Nase lang Felsen in das Wasser. Durch Weiß-Grau-Mischungen hat man da eine gute Abdeckung, da die Pigmente sich gegenseitig im Bandenspiel das Licht zu spielen und die darunter liegenden Elemente nicht, oder wenigstens sehr reduziert durchscheinen lassen.

Ein neues Lebensgefühl

Langer Rede kurzer Sinn: Am Ende war der Mann einfach nur glücklich, dass er sich auch in Freizeit-Klamotten kurzärmelig zeigen konnte. Weil das alte Zeug weg war. Weil der neue Drache eine definite Verbesserung war. Und weil es alles in allem eine Steigerung von Lebensqualität war, sich dieses Cover-up Tattoo stechen zu lassen. Das Projekt zeigt deutlich: Ein Cover-up ist oft mehr als nur ein neues Motiv – es ist die Befreiung von alten Altlasten und der Weg zurück zur Selbstsicherheit im eigenen Körper. Das kann man ganz besonders am Beispiel von dem Drache Cover-up sehen.

Auf einen Blick: Das Drachen-Projekt

  • Typ: Großflächiges Cover-up (Full-Sleeve).

  • Motiv: Asiatischer Drache mit Wellen und Felsen.

  • Besonderheit: Integration alter Elemente durch Schuppenmusterung und Weiß-Grau-Mischungen.

  • Ergebnis: Wiederherstellung der Lebensqualität für den Kunden.

FAQ – Drachen Cover-up Tattoo

Warum asiatischer Stil für Cover-ups? Asiatische Drachen bieten durch ihre Schuppen und begleitenden Elemente wie Wellen und Wolken maximale Flexibilität, um dunkle Altlasten strategisch zu überlagern.

Was sind Weiß-Grau-Mischungen? Diese speziellen Mischungen nutzen Pigmente, die das Licht brechen und so das Durchscheinen alter Tattoos unter der neuen Farbe drastisch reduzieren.

Muss ein Cover-up immer riesig sein? Es muss die richtige Größe haben. Zu klein wirkt oft unruhig, zu groß kann den Fokus ungewollt auf die überdeckte Stelle lenken. Die anatomische Anpassung ist hier entscheidend.

Nach dem Cover-up

Tattoo

vor dem Cover-up

Tattoo

 

 

 

 

 

 

Nach dem Cover-up

Tattoo

vor dem Cover-up

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