Geisha mit Kirschblüten Tattoo
Es gibt wenige Sachen, die so beliebt sind im Bereich der japanischen oder orientalischen Tattoos , wie Kirschblüten. Kirschblüten Tattoos sind angelehnt an die Schönheit der Kirschblüte. Kirschblüten werden durch die kurze Blütezeit von lediglich zwei Wochen als Besonderheit in der japanischen Kultur wahrgenommen. Während einer Zeit Ende März bis Anfang Mai wird in Japan das Kirschblütenfest Hanami gefeiert. Dabei ist die den japanischen Kirschen eigene Besonderheit, dass sie in fast schon ausufernder Schönheit und ausgeprägter Weise Blüten tragen, allerdings ohne später Früchte zu tragen. Somit handelt es sich um Zierpflanzen, die außer der ihnen eigenen Schönheit und dem Erfreuen der Seele kein eigener „Nutzen“ zu geordnet werden kann. In dem Sinne klare Funktionalität, das Erfreuen der Sinne.
Funktionalität Kirschblüten
Hierbei wird die Kirschblüte gerade in Zusammenhang mit martialischen Samurai Tattoos mit einem jungen Tod in Verbindung gebracht. Man kann nur spekulieren, ob der Geist des Bushido, die Philosphie der Samurai, mit in diese Betrachtung hinein spielt. Schönheit in der Selbstlosigkeit. Die Ausarbeitung eines Kirschblüten Tattoos ist grenzenlos, von traditionell japanisch über realistisch über stilisiert, ornamentalisch oder auch graphisch hinweg. Dabei ist der Vielfalt keine Grenzen gesetzt. Alleine von auf der Welt 400 existierenden Kirschbaumarten gibt es in Japan 200, damit die Hälfte aller Kirschbäume auf der Welt. Da ist es nur naheliegend, wenn verschiedene Darstellungen existieren. Symbolisch könnte man ein Kirschblüten Tattoo als das „carpe diem“ des fernen Ostens bezeichnen: lebe den Tag.
Vergänglichkeit des Lebens
Die Zeit vergeht zu schnell, sie ist unwiederbringlich und gnadenlos schön, das Leben ist vergänglich. Ebenso wie die Kirschblüte. Dem steht in ihrer Symbolik die Geisha gegenüber. Die Geisha ist durch ihre besondere Stellung als Unterhalterin in Japan von besonderer Eigenheit. Schönheit, durch das Ideal der gleichmäßigen Schminke, ebenso wie der Makellosigkeit der Gesichtsoberfläche symbolisiert Alterslosigkeit. Es mutet puppenhaft an und versteckt dadurch auch die Erfahrung, die einer Person allgemein in das Gesicht geschrieben stehen. Aber auch Unnahbarkeit ist ein wesentliches Merkmal, denn die Geisha unterhält durch Gesang, Tanz, dem Erzählen von Witzen und das Ausführen der Teezeremonie. Hierbei werden die verschiedensten Rollen in einer Person vereint.
Schauspiel des Lebens
Schauspiel, Dramaturgie ebenso wie Komödie ist das innere Wesen der Geisha, um die Stimmung des Gastes je nach Moment und Notwendigkeit zu steuern und zu leiten bedarf es vielfacher Fertigkeiten wie Musizieren. Aber auch Strategie. Dadurch kann auch der Eindruck der Raffinesse, ja sogar der Verschlagenheit interpretiert werden, insbesondere als das Spiel „Go“ auch zu dem Repertoire der Geishas gehören soll. Somit symbolisiert sie auch durch die aufwendig gestalteten Kimonos nicht nur Schönheit, sondern eine Weiblichkeit auf einer hohen, fast schon losgelösten Ebene. Der Fächer als fast schon ikonisches Element, das gerne untrennbar mit der Geisha verbunden ist, hilft es doch auch die Unnahbarkeit und das Verspielte, Schauspielhafte zu unterstützen.
Schauspiel der Vergänglichkeit
Bei diesem Tattoo einer Geisha sollte die japanische Dame verspielt den Fuß in Wasser eintauchen. Das Gesicht scheu teilweise hinter einem Fächer versteckt wurde sie auf einem Baum am Ufer eines Gewässers positioniert. Die vom Platz her begrenzte Ausarbeitung im Innenarm wurde dabei absichtlich mit dem Hauptmotiv Geisha in Farbe vor einem schwarz-grauen Hintergrund gesetzt, um die Farbelemente hervorzuschieben. Gleichzeitig wurde der direkte Hintergrund hinter der Geisha extra nichts schattiert, um das Tattoo nach oben hin offen zu lassen. Das bietet einige Vorteile , insbesondere kann bei Bedarf zu späterer Zeit ohne Konkurrenz des Motivs weitere Inhalt hinzugefügt werden ohne für den einzigen Benefits eines Hintergrunds das Motiv abzuschließen.
Limitierender Faktor
Wie bei jedem Tattoo gibt es limitierende Faktoren. Das Budget. Die Fläche. Die Detailiertheit. Die Figur an und für sich. Soll es ein Ausschnit sein, ein Gesicht? Oder soll es eine Person als Ganzes sein? Wie zu sehen war die Fläche hier der limitierende Faktor, in Verbindung mit der Geisha als Ganzes. Ansonsten wären Elemente wie die Haare zu weiterer Ausführung gekommen, oder noch mehr Augenmerk auf Ornamente im Hintergrund, auf eine stilisierte Ausarbeitung der Kirschblüten oder anderer Details gelegt worden.

