Kleiner Mann Tattoo
Ein kleiner Mann wollte ein Tattoo in den Innenarm. Soweit so gut. Und weil er so wahnsinnig kreativ war (oder dachte es zu sein), wollte eine Vulva, die sich in der Fratze eines Predators versteckt. Jaja, versteckte Urängste vor der Frau, vom Verlust der Männlichkeit und so fort. Freudianer würden sich hier mit Freude analytisch betätigen können. Der lustige Part daran war, dass ich das Teil auf meine Webseite stellte, als es fertig war. Ein anderer Kunde von mir sah es und wollte etwas in der Richtung. Nun, ich machte es, etwas verändert. Den Shitstorm von dem kleinen Mann konnte man sich gar nicht vorstellen. Da wurde er fast 2 Meter groß. Ironie des Schicksals… . Der kline Mann war ein Schüler von mir, der sich zu späterem Zeitpunkt selbstgefällig im Kopieren seiner eigenen Arbeiten erging. Es laufen immer noch Leute mit exakt demselben Tattoo von ihm herum. Er selbst war aber zu wichtig, als dass er sich kopiert sehen wollte…
Hinweis zur Bildwiedergabe: Warum meine Tattoos nicht (mehr) glänzen (Kreuzpolarisation & 33 Jahre Historie)
In meinem Portfolio findest du Arbeiten aus über drei Jahrzehnten Tätowierpraxis. Während neuere Projekte mittels Kreuzpolarisation reflexionsfrei und tiefenscharf optimalerweise im vollständig verheilten Zustand dokumentiert werden, zeigen ältere Aufnahmen die authentische, verheilte Tätowierung ohne moderne Filteroptik.
Warum ich in der Regel Tattoos erst nach Wochen fotografiere, weshalb ich dem Social-Media-Trend des reinen „Arbeitens für das Foto“ widersprechen und wie Daniel Kahnemans Kognitionsforschung (WYSIATI) meine Sicht auf Unikate erklären kann:
→ Erfahre mehr über meine Philosophie der Tattoo-Dokumentation & Fotografie
