Waage Tattoo
Ich finde so etwas ja immer äußerst prickelnd. Wenn sich jemand zu seinem Sternzeichen- in dem Fall Waage- einen Zusammenhang überlegt hat, den auszuarbeiten ein kleines Fest ist. Das Tattoo sollte in dem Fall vom Gedanken an das ägyptische Totenritual angelehnt sein. In diesem wird die Seele, oder besser der Sitz der Seele, das Herz, gegen eine Feder aufgewogen. Dadurch wußte der Totengott Anubis, ob das Leben des Verstorbenen gut gelebt worden ist.
Ich muss in dem Fall zugeben, dass ich es nicht mehr nachvollziehen kann, ob Alex den Vorschlag machte mit den Fragezeichen, zu denen ich die Arme der Waagschalen verdreht habe. Oder es ist auf meinem Mist gewachsen? Ich weiß noch, dass ich vorschlug den Hintergrund in einem , zu einer Unendlichkeits 8 geformten, Fluß zu gestalten. Und dass, um die Dualität noch einmal ein Wenig zu unterstützen, man doch die eine Waagschale von Oben und die andere von Unten zeigen könne… Nachdem eine Feder ja auch von Unten als eine solche zu erkennen ist war das schnell so abgestimmt. Und dazu konnte ich mit der Waagschale von Unten noch ein bisschen Farbspielereien gestalten.
Hinweis zur Bildwiedergabe: Warum meine Tattoos nicht (mehr) glänzen (Kreuzpolarisation & 33 Jahre Historie)
In meinem Portfolio findest du Arbeiten aus über drei Jahrzehnten Tätowierpraxis. Während neuere Projekte mittels Kreuzpolarisation reflexionsfrei und tiefenscharf optimalerweise im vollständig verheilten Zustand dokumentiert werden, zeigen ältere Aufnahmen die authentische, verheilte Tätowierung ohne moderne Filteroptik.
Warum ich in der Regel Tattoos erst nach Wochen fotografiere, weshalb ich dem Social-Media-Trend des reinen „Arbeitens für das Foto“ widersprechen und wie Daniel Kahnemans Kognitionsforschung (WYSIATI) meine Sicht auf Unikate erklären kann:
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