Fraktal Schienbein Tattoo
Fraktal Schienbein Tattoo
Eigentlich gibt es in dem Fall nicht viel zu schreiben über dieses Tattoo, außer dass es freehand aufgezeichnet und gearbeitet worden ist.
Eigentlich gibt es in dem Fall nicht viel zu schreiben über dieses Tattoo, außer dass es freehand aufgezeichnet und gearbeitet worden ist.
Ein Beispiel, wie sich Arme entwickeln können, wenn man gezwungenerweise um alte bestehende Tattoos herumarbeiten muss. Beziehungsweise diese teilweise auch überdecken muss. Manu kam über einen Kollegen aus Innsbruck. Er hatte selbst angefangen anderen Leuten Farbe unter die Haut zu prügeln, und wollte… . Und hatte… . Nämlich das Tribal am Ellbogen ( teilweise, die zweite Seite wurde von mir für einen besseren Umrahmungseffekt hinzu gefügt). Und die grauen Blumen ( oder wie auch immer man das so schimpfen kann). Der Rest wurde von mir dazu gebastelt… . Manu bekam von mir eine Farbskala, in dem Sinne, von der er selbst auch reichlich Gebrauch machte. Denn irgendwann kam ein junger Mann aus Tirol zu mir. Er erklärte, dass er sich von Manu hatte tätowieren lassen, damit nicht zufrieden gewesen war und nun zur Quelle wolle. Was recht amüsant in gewisser Weise war. Durfte ich mich doch dadurch geehrt fühlen, dass Manu versucht hatte, die auf ihm vollzogenen Arbeit 1 : 1 zu übernehmen. Die Betonung war auf “ Versuch“ :-)…
Schmetterlinge wollen Fliegen. Es gibt meiner Meinung nach nichts schlimmeres, als statische Schmetterlinge auf dem Körper: farbige Säcke von Schwere ( oder auch graue), die einen beim Anblick nur herunter ziehen. Geschmacksache, denke ich. Aber nachdem der Schmetterling per se sehr flatterhaft ist, braucht er eben Bewegung. Ansonsten spielt er Stein im Wasser. Bei Michi war es damals so, dass sie eben Schmetterlinge haben wollte. Verspielt, wurde von mir vorgeschlagen, luftig herum wirbelnd. Michi war damit einverstanden, Eine Zeitlang später war sie wieder Gast bei mir. Zu den Schmetterlingen sollte ein Hintergrund gearbeitet werden. Blumen am Besten, in Farbe, und zwar den ganzen Arm voll. Durch die Bewegung der Schmetterlinge brauchte ich etwas Statisches, da schienen mir Arbeiten der Malerin Tamara de Lempicka als gute Orientierung. Relativ hart von einander abgesetzte, nebeinander liegende Farben, die erst beim zweiten Hinsehen das Bild erkennen lassen. Um so keine Konkurrenz zwischen den Motiven aufzubauen.
Der Ausgangspunkt…kann man das so sagen? Vielleicht, versuchen wir es. Der Ausgangspunkt im bildlichen Sinne war der Drache. Der Ausgangspunkt im konzeptuellen Sinne war eine kleine Sonne in der Mitte des Rückens. Diese sollte überdeckt, eingearbeitet werden. Und das mit einem Drachen, in japanischer Art, und Blumen… Die Sonne wurde gleichzeitig der Mittelpunkt eines Mandalas, die Blumen ringsherum, Drache dazu…Sitzt, wackelt, hat Luft.
Irgendwann kommt da mal ein echt langer Lackl zu mir in den Laden. Ich bin jetzt nicht der kleinste, aber jemand mit 207 cm ist dann doch einen Kopf grösser. Und dieser Mann hat eine Vorgeschichte zu verbessern. Eine Krake auf der Brust ist mal ganz so nebenbei richtig schön verhunzt worden. Und ich soll das verbessern, das Tattoo. “ Unterwasser, da ist es so schön ruhig…“ meint Rüdi. Und erzählt mir von seiner Faszination der Tiefsee. Das in Verbindung mit 207cm lässt mich schmunzeln. Und dann kommt eines zum nächsten. Der Krake wird von der Form her übernommen, bis auf 2 Arme, die überdeckt werden. Der Rest wird überarbeitet, Struktur reingebracht in das Leben. Und weil es so schön ist wird dann in regelmässiger Kleinarbeit erweitert, der Arm auch noch mitgenommen, später noch die Brust. Wir hatten Spaß…
Ein Tattoo aus der Liebe zu München, das sieht man alle Nase lang. Die München-Skyline als Tattoo. Oder die Bavaria als Tattoo. Vielleicht auch mal die Frauenkirche als Tattoo. Aber die Liebe zu München, die Lorenz unter seiner Haut trägt sagt mehr, als ein Bauwerk als Tattoo. Sie sagt etwas über Liebe und Leiden. Darüber hinaus über Leben und Tod in München. Und auch über das ein oder andere Bier.
Es gibt ein Plakat. Oder auch eine Postkarte. Oder auch einfach nur ein Bild. Eigentlich ist das ursprüngliche Bildnis so oft abgedruckt worden, dass es Allgemeingut ist. Es handelt sich um das Bild L´amore de Pierrot von Salvador Dali von 1920. Es handelt sich um eine von Dali´s optischen Täuschungen. Je nachdem wie man es sich ansieht kann man etwas Unterschiedliches entdecken. Auf dem Bild ist ein Clown zu sehen, mit seiner Angebetenten. Sie sitzen an einem Tisch, auf dem Tisch stehen Sektgläser mit der Flasche im Eiskübel neben dem Tisch. Hinter ihnen ist eine Gesellschaft zu sehen, durch einen Säulendurchgang hindurch. Wenn man das Bild anders anschaut, dann sieht man nur einen Totenkopf. Der Name ist „L´ amour de Pierrot“. Es handelt sich um ein treffliches Wortspiel. Heißt es doch „Die Liebe des Narren“. Dieses Bild war eine Grundidee von Lorenz. Allerdings wollte er vom Grundgedanken her seine Heimatstadt München in das Tattoo einfließen lassen und so seine Liebe zu München ausdrücken.
Jetzt ist es ja nicht unbedingt so, dass München für seine tollen Weinberge so bekannt ist. Nein, vielmehr ist München ja eher so eine Hauptstadt der Biere. Allerdings, bevor man sich über den unterschiedlichen Geschmack streitet. Eines muss man zugeben. Und das sind teilweise ikonische Darstellungen der Münchner Brauer. Schließlich handelte es sich ja nicht unbedingt um einfache Brauer sondern vielmals um Mönche. Und einer ist da besonders hervorzuheben. Nämlich der Franziskaner-Mönch. Ein Gesicht wie es nur eine Mutter lieben kann. Ehrlich, kantig, faltig. Und weg die Maß. Nun muss ich zugeben, dass das soweit ich mich erinnere nicht so unbedingt die Wahl Nummer 1 von Lorenz war. Also das Weißbier, so zum Trinken. Aber da sind wir wieder beim Geschmack und da wollten wir ja nicht hin. Wir wollten zu der Ikone, zum Mönch. Letztendlich war der Mönch einfach meine Wahl Nummer 1. Schließlich brauchte ich etwas das zu München passt wie die Surfer zum Eisbach. Sozusagen kalt und spritzig. Wobei ich ja schon wieder etwas zugeben muss. Er war meine Wahl Nummer 2. Ehre wem Ehre gebührt. Erst ein mal gehört sich Ladies first.
Also muss man sich mal fragen was der Berliner oder Frankfurter außer der gepflegten Goasnmaß so mit München verbinden kann. Dementsprechend auch dazu befähigt ist es auf einem Tattoo zu erkennen. Beispielsweise wäre da das Münchner Kindl. Tolles Sache das Münchner Kindl, besonders als Tattoo. Also stand jetzt schon mal fest wer die Hauptakteure in unserem Stück um die München-Liebe so sein sollten. Natürlich war da noch das Thema mit dem Giesinger Südhang Perlwein zu lösen. Denn das mit den Sektgläsern, nun, das war ja nicht so richtig thematisch München zuzuordnen. Aber natürlich doch. Bierflaschen. Aus denen konnte man superschön eine Zahnreihe oben machen. Und durch den spiegelnden Tisch auch noch eine Zahnreihe unten. Somit war eigentlich für mich alles soweit klar. Münchner Kindl am Tisch sitzend, gesellig mit dem Franziskaner Mönch beim anstoßen. Prost zum Tattoo.
Schließlich und letztendlich musste ich noch eins draufsetzten. Denn einfach da so zweimal Münchner Lokalkolarit miteinander eine Maß lupfen zu lassen, das hat mir einfach nicht gereicht. Nach oben wäre das nämlich etwas zu unrund gewesen. Schließlich brauchte ich ja für unsere optische Illusion auch ein Schädeldach. Schließlich könnte man da eine Frauenkirche draufmachen? Eher wohl nicht. Vielleicht eine Münchner Skyline? aber sowas von nicht. Zackig ist nicht das was wir brauchten. Wir brauchten es rund. Somit ist es jedem, der daran denkt dass es in München rund geht einfach klar. Da mussten noch ein paar Schäffler her. Vor allem sind die ja als Fassmacher auch nicht so weit vom Bier entfernt. Und der ein oder andere Narr tanzt da auch mit. Schließlich tanzt ja auch einer von den Schäfflern auf der Nase rum. Soviel zum Tattoo der München-Liebe. München sagt Prost zu Tattoos.
Jedes Tattoo ist einzigartig. Und wenn es dann auch noch alte Tattoos gibt, die man eventuell mit einarbeiten muss, dann muss man überlegen, wie man das Gesamte gestaltet. In dem Fall mit einem weichen , hellen Mandala untermalt. Alles andere wäre nur auf Massiv hinausgelaufen, und das war nicht in unserem Sinn…
Dope, Drogen, in welcher Form auch immer, haben schon vielen Leuten massiv zugesetzt. Und den Absprung zu schaffen, das ist immer schwierig. Darum freut man sich umso mehr, wenn man es geschafft hat. Und um das sozusagen zu feiern kam Markus mit dem Gedanken, sich eine Bong und einen Totenkopf tätowieren zu lassen, als Erinnerung an die böse Zeit. Aber es sollte auch der ganze Arm zu gehackt werden. Was macht man mit dem ganzen Platz? Nachdem er auch mit einigen weiteren Schnipseln daherkam war von mir der Gedanke den Tod beim Billardspiel zu zeigen. Mit diversen Billardkugeln ( die mit dem schreienden Gesicht war auf einer Vorlage basiert). Diese versinnbildlichen das permanente Bandenspiel der Einflüsse, die einen zum Konsum treiben. Die Bong im Vordergrund zeigt durch die Verzerrung des Glases den Schädel ein zweites Mal.Am Unterarm haben wir noch einmal eine Totengräber, der die alten Gewohnheiten begraben soll. Und zum Innenarm haben wir den Kreuzweg der Pussy…
Die Ganze Sache sollte eher morbide und düster gehalten sein, aus dem Grund habe ich nur die Blätter und die Bong mit Linien umsetzt, der Rest ist eher weich und dunkel gehalten.
Groß denken. Eine Sache, die bei Tattoos erst nach und nach Einzug halten durfte. Ich durfte damals noch einige Überzeugungsarbeit leisten, als Martin mit dem Gedanken, sich eine fette Fratze auf den Rücken stechen zu lassen zu mir kam. Ich mag es, wenn man den Rahmen so weit wie möglich nach außen schiebt. Bei einem Tattoo ein gar nicht mal so leichtes Unterfangen. Nachdem ich aber auch mit der Körperstruktur arbeite und Muskulatur und Knochen berücksichtige ist es eigentlich nur ein Schritt nach dem anderen. Die Augen wurden auf die Schulterblätter gesetzt, um einen Teil des Rückens als Einheit zu verwenden. Der Effekt, der dabei letzendlich entstand hätte nicht besser sein können. Lachen, ernst, lachen, ernst…Und hoch die Arme.
Dieser Arm kam nach dem anderen Arm, war in dem Sinne die Fortsetzung einer gedanklichen Reise. Das Tattoo sollte die diversen Religionen der Welt beinhalten. Nachdem der andere Arm eher in Rot, mit Flammen, gehalten war wurde hier eine blaue Farbgebung bevorzugt. Also Wasser, Himmel. Die Ornamentik wurde aus dem Arabischen entlehnt, als Versinnbildlichung des Islam. Ebenfalls als Unterstützung in der Richtung, und als Auflockerung wurde das gesamte Teil mit dem fliesenartigen Muster unterlegt.
Wie nett, eigentlich. Das erste Tattoo, ein kleines Mini-Tribal, sollte erweitert werden. Bei Überdeckungen sind es 2 Sachen, die ich den Kunden frage. Bist du damit noch zufrieden? Soll es eine Erweiterung werden oder eine Überdeckung. Manchmal ist es nicht wirklich vertretbar, das alte Tattoo zu erweitern. Wenn der Stil einfach nicht gut ist, die Ausarbeitung auch nicht – zu blaß, zu rattig, zu irgendwas. Vom Prinzip bin ich der Meinung, dass man nicht prinzipiell alles einfach überstechen sollte. Schließlich hat man sich irgendetwas dabei gedacht, damals. Und das sollte man nicht einfach so wegwischen, nach dem Motto, gelöscht, vergessen, vergeben. Denn das ganze Leben baut aufeinander auf. Und leider werde ich Sachen nicht einfach los,indem ich sie in meinem Gehirn ausstreiche. Das wäre manchmal zwar echt schön, funktioniert aber leider nicht so.
Aus welchem Grund auch immer, das Tribal sollte um eine Rosenblüte erweitert werden. Gesagt, getan, und noch ein kleines Fitzelchen Ornament dazu, damit das in das Konzept besser rein passt. Lustigerweise hatte der Herr dann auch schon Blut geleckt, keinen Monat danach kam er und wollte Mehr. Und ich dachte mir: Na super, jetzt habe ich eigentlich die Option für eine Überdeckung mit der Rose aus der Hand gegeben. Deswegen wurde um das Ornament ein weiteres im Sinne eines Rahmens gesetzt. Um “ dadrunter“ einen Drachen , in dem Fall im eher abendländischem Stil – mit gespaltener Zunge und Kamm- zu tätowieren. Mit genug Möglichkeiten, wenn sowas dann noch mal erweitert werden sollte, anzubauen.
Der Max, der wollte einen Totenkopf. Haben wir alle, meine ich im Scherz, als er das ausspricht. Ne, als Tattoo natürlich, nicht einfach mal so, weil was ma ham, des hamma eh. Aber es sollten noch kleine Blümchen und Gezeugs mit rein. Damit das nicht zu viel Totenkopf wird. Aber es sollen in die Blumen kleine Totenköpfe rein, damit das nicht zu wenig Totenkopf wird. Naja, das ist´s was draus geworden ist.
Auch wenn es möglicherweise demnächst von dem Arm ein weiteres Update geben wird, wo wir das ( damals erste Tattoo von Phil bei mir) überarbeiten werden: Die Spinnen sind eine gewisse Zeit alt und deswegen gehören sie in das Archiv. Spinnennetze am Ellbogen waren eine ganz lange Zeit „der“ Klassiker bei Tattoos. Auf jeden Fall gerade in bestimmten Subkulturen. Umso netter ist es, wenn man die Tierchen auch mal um den Arm drumherum drapieren darf.
Es gibt immer mal wieder den Ein oder Anderen, der sich an Vorschlägen seitens des Tätowierers erfreuen kann. Im Fall von Tobi war das so. Es sollte ein Teufelskopf werden. Paul Booth war einer der großen Marker für Tobi. Von wegen und Böse und Düster und Metal. Naja, da kann ich mich nicht mit messen, mich höchstens an der Meßlatte verweifeln lassen. Und ich mache in der Regel keine Tattoos von Anderen nach. Aber deswegen kam T. ja auch zu mir, wir hatten schon vorher die Arme zugetackert, jetzt sollte der Rücken wenigstens ansatzweise dran kommen. Um das Tattoo interessant zu gestalten machte ich den Vorschlag die Gesichtsmuskulatur unter der Haut durchscheinen zu lassen. Zerrissene Haut ist ja so etwas wie ein Klassiker, Muskeln unter der Haut auch. Aber Muskeln unter der Haut von einem tätowierten Teufel? Das hatte ich zu dem Zeitpunkt so ( in der Ausführung) noch nicht gesehen. Die Augen mussten natürlich, à la Paul Booth, leer sein, ansonsten hatte ich meine freie Ausführung.
Ich mache ja eigentlich Tattoos immer so, dass man sie gut und gerne erweitern kann ´zu einem späteren Zeitpunkt. Es gibt meiner Meinung nach nichts ätzenderes – auch wenn dieser Trend wieder auf zu leben scheint- als abgeschlossene Einzel- Tattoos, die dann alleine dastehen, oder die notdürftig durch irgendeinen Hintergrund verbunden werden müssen- im Nachhinein, weil man sich keine Gedanken machen wollte oder sich nicht festlegen( bzw offen halten) wollte für etwas Größeres.
Und in der Tat. Ich musste nicht allzulange warten ( vielleicht 2 Jahre?), bis es dann hieß: mach mal! Maden! Fetzen! Mehr Teufel! Mehr…Und so setzte ich dem Teufel einen Körper darunter, mal wieder mit zerissener Haut, Muskeln und was so dazu gehört ( MADEN, JJJJJAAAAA!). Und einen anderen Teufel, der den ersten von Hinten an der Schulter festhält, während der Tod ganz im Hintergrund triumphierend schreit und heult. Wüßte man es nicht besser käme man nicht auf den Gedanken, dass danicht von Anfang an so geplant war…
Wo sind all die Damen hin, die sich das Dekoleté mit lustigen Old-School Tattoos haben verzieren lassen? Gute Frage, nächste Frage… .Ich traf Marie damals – wir hatten uns schon vorher öfter getroffen- im Backstage. Dort wurde mir eröffnet, ( O-Ton) ihre Titten gehörten mir. Ok, warum nicht… schließlich laufen ja schon viel zu viele Mädels mit Zeug rum, das wirklich Standard ist. Ds Motiv? Revolver! 2! Aber…das soll mit einer Wanze zusammen sein. Warum? Nicht gefragt. Und einen Totenkopp wollmaauch. Nachdem ich ja ein begeisterter Freund von Recherchen bin stieß ich auf eine Wanze, deren Rückenpanzer eine Zeichnung hatte, die ich gut und gerne in einen Totenkopf hinbiegen konnte. Und ich bin ein absoluter Feind von verschwendetem Platz. Und so war mein Vorschlag, den Schädel auf die Wanze auf die Revolver auf die untergehende Sonne zu setzen. Und das in einer ansprechenden Form…, pardon, auf einer ansprechenden Form …
Und mal wieder ein Fraktal Tattoo, diesmal aber mit Biomechanik… . Schon wieder?
Tribals, oder auch Ornamente waren eine Zeitlang richtig in Mode im Tattoo-Bereich. Damals kamen alle Nase lang wieder jemand, der meinte, er/sie möchte ein Motiv mit einem Ornament verbunden haben. Nachdem wir ja schließlich alle in diesen unseren gesellschaftlichen Zusammenhang eingebunden sind ( und wenn es sich um eine Subkultur handelt) sind wir natürlich auch im Groben und Ganzen in die Trends eingebunden. Aber man muss ja auch nicht jeden Zug entgleisen lassen, nur um mal kurz auf das Trittbrett aufspringen zu können. Ich machte es mir deswegen damals zu der Zeit zu eigen, Ornamente des Jugendstil- Malers A.Mucha in meine Inspiration einfließen zu lassen. Diese verbastelte ich in der Regel in der vorderen Ebene, mit freier Haut. Negative Space wird so etwas klag genannt. Das hat immer die Möglichkeit beinhaltet die Tattoos zusammenhängend, aber trotzdem aufgelockert zu gestalten.
Fraktale…eine Zeitlang war das ein kleines Steckenpferd von mir. Und ich muss dabei sagen, dass Timm dabei mit seiner Sonne ein richtiges Fest war. Eine grobe Richtung war von ihm mit einer Zeichnung geliefert worden. Den Rest durfte ich mit dazu steuern. Und auch wenn ich mich bei dem Tattoo gefreut habe wie ein Tattoo-Hörnchen als es fertig war. Die Ausarbeitung war die Hölle. Alles kleinste fitzelige Detailarbeit, alles mit der 5 er Liner-Nadel, in jeder der Rauten jeweils 4 Farben…da muss mich wohl irgend ein Selbsthass geritten haben. Andererseits…ich bekam zu der Zeit von einer Bekannten gesagt, dass es von mir ja nur Böse und Gruselige/ Ekelige Tattoos gäbe. Diese Art von Tattoos fiel zwar in keinster Weise darunter, aber es ist doch immer wieder schön mit Vorurteilen konfrontiert zu werden.
Fraktale wurden zu der damaligen Zeit gerne von anderen Tätowierern im Biomechanik-Bereich gerne als Hintergrund Filling verwendet. Und in gewissen Dingen muss ich einfach sagen: Ich bin ein Purist. Deswegen war in dem Fall das Fraktal Mandala die einzige Sache, die in diesem Tattoo zur Geltung gebracht wurde. Alles Andere, wie Biomechanik oder anderes, wäre meiner Meinung nach bei dem Tattoo auch eine absolute Fehlplatzierung gewesen. Das ist so ungefähr wie ein richtig richtig gutes Brot mit Butter oder Käse oder Wurst zu belegen. Das verdirbt den einzigartigen Geschmack.
Ich weiß es nicht mehr, wie die Dame hieß. Sie ist aus irgendeinem Comic…und wenn ich nicht mal den Namen weiß von der Dame des Tattoos, was soll ich dann noch sagen? Ach ja, ein klares…äh
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