Schmetterlinge mit Lempicka Blumen Tattoo

Schmetterlinge wollen Fliegen. Es gibt meiner Meinung nach nichts schlimmeres, als statische Schmetterlinge auf dem Körper: farbige Säcke von Schwere ( oder auch graue), die einen beim Anblick nur herunter ziehen. Geschmacksache, denke ich. Aber nachdem der Schmetterling per se sehr flatterhaft ist, braucht er eben Bewegung. Ansonsten spielt er Stein im Wasser. Bei Michi war es damals so, dass sie eben Schmetterlinge haben wollte. Verspielt, wurde von mir vorgeschlagen, luftig herum wirbelnd. Michi war damit einverstanden, Eine Zeitlang später war sie wieder Gast bei mir. Zu den Schmetterlingen sollte ein Hintergrund gearbeitet werden. Blumen am Besten, in Farbe, und zwar den ganzen Arm voll. Durch die Bewegung der Schmetterlinge brauchte ich etwas Statisches, da schienen mir Arbeiten der Malerin Tamara de Lempicka als gute Orientierung. Relativ hart von einander abgesetzte, nebeinander liegende Farben, die erst beim zweiten Hinsehen das Bild erkennen lassen. Um so keine Konkurrenz zwischen den Motiven aufzubauen.

Hinweis zur Bildwiedergabe: Warum meine Tattoos nicht (mehr) glänzen (Kreuzpolarisation & 33 Jahre Historie)

In meinem Portfolio findest du Arbeiten aus über drei Jahrzehnten Tätowierpraxis. Während neuere Projekte mittels Kreuzpolarisation reflexionsfrei und tiefenscharf optimalerweise im vollständig verheilten Zustand dokumentiert werden, zeigen ältere Aufnahmen die authentische, verheilte Tätowierung ohne moderne Filteroptik.

Warum ich in der Regel Tattoos erst nach Wochen fotografiere, weshalb ich dem Social-Media-Trend des reinen „Arbeitens für das Foto“ widersprechen und wie Daniel Kahnemans Kognitionsforschung (WYSIATI) meine Sicht auf Unikate erklären kann:
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