Unterwasser Biomechanik Welten

Irgendwann kommt da mal ein echt langer Lackl zu mir in den Laden. Ich bin jetzt nicht der kleinste, aber jemand mit 207 cm ist dann doch einen Kopf grösser. Und dieser Mann hat eine Vorgeschichte zu verbessern. Eine Krake auf der Brust ist mal ganz so nebenbei richtig schön verhunzt worden. Und ich soll das verbessern, das Tattoo. “ Unterwasser, da ist es so schön ruhig…“ meint Rüdi. Und erzählt mir von seiner Faszination der Tiefsee. Das in Verbindung mit 207cm lässt mich schmunzeln. Und dann kommt eines zum nächsten. Der Krake wird von der Form her übernommen, bis auf 2 Arme, die überdeckt werden. Der Rest wird überarbeitet, Struktur reingebracht in das Leben. Und weil es so schön ist wird dann in regelmässiger Kleinarbeit erweitert, der Arm auch noch mitgenommen, später noch die Brust. Wir hatten Spaß…

Hinweis zur Bildwiedergabe: Warum meine Tattoos nicht (mehr) glänzen (Kreuzpolarisation & 33 Jahre Historie)

In meinem Portfolio findest du Arbeiten aus über drei Jahrzehnten Tätowierpraxis. Während neuere Projekte mittels Kreuzpolarisation reflexionsfrei und tiefenscharf optimalerweise im vollständig verheilten Zustand dokumentiert werden, zeigen ältere Aufnahmen die authentische, verheilte Tätowierung ohne moderne Filteroptik.

Warum ich in der Regel Tattoos erst nach Wochen fotografiere, weshalb ich dem Social-Media-Trend des reinen „Arbeitens für das Foto“ widersprechen und wie Daniel Kahnemans Kognitionsforschung (WYSIATI) meine Sicht auf Unikate erklären kann:
→ Erfahre mehr über meine Philosophie der Tattoo-Dokumentation & Fotografie