Hinweis zur Bildwiedergabe: Warum meine Tattoos nicht (mehr) glänzen (Kreuzpolarisation & 33 Jahre Historie)
In meinem Portfolio findest du Arbeiten aus über drei Jahrzehnten Tätowierpraxis. Während neuere Projekte mittels Kreuzpolarisation reflexionsfrei und tiefenscharf optimalerweise im vollständig verheilten Zustand dokumentiert werden, zeigen ältere Aufnahmen die authentische, verheilte Tätowierung ohne moderne Filteroptik.
Warum ich in der Regel Tattoos erst nach Wochen fotografiere, weshalb ich dem Social-Media-Trend des reinen „Arbeitens für das Foto“ widersprechen und wie Daniel Kahnemans Kognitionsforschung (WYSIATI) meine Sicht auf Unikate erklären kann:
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Phönix Tattoo
Tätowierungen sind Symbole. Das waren sie schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Und oftmals sind es die äußeren Umstände, die einen dazu animieren, sich wieder aufs Neue zu verändern. Sich zu verändern, sich zu erneuern. Das Symbol für die Erneuerung schlechthin ist der Phönix, der alle Jahre wieder einen Zyklus durchläuft, in dem er in die Sonne fliegt, um dort zu verbrennen. Um dann aus seiner eigenen Asche wieder aufzusteigen, in den Himmel, in die Sonne.
In diesem Fall war es so gelagert, dass sich eine an und für sich hoffnungsvolle Beziehung dem Ende zugeneigt hatte. Die Situation war durch diverse Umstände verfahren und war dabei, sich ihren Weg zur Lösung zu suchen. Auch wenn das am Anfang nicht beabsichtigt war kam es zur Trennung. Und ein paar Wochen nachdem wir das Tattoo beendet hatten, begegnete ich einem strahlenden Mann, der sich in einer neuen Beziehung befand. Ich wünsche dabei alles Gute, und nicht dass das wieder verglüht 😉 .
Der Unterarm war eine Überarbeitung/ Überdeckung von ein paar Schriftzeichen. Der Vogel in seiner stilistischen Ausrichtung sollte im japanischen Stil sein. Mit vielen freien Stellen, die sich auflockernd auswirken sollten, Wind der über den Vogel streicht und Ähnliches. Ich schlug für die Federn etwas „Fluffiges“ vor. Schließlich kann ein Vogel mit Schuppen nur schwer fliegen, so etwas schwimmt in der Regel, oder geht unter. Soll ja kein Panzerfahrzeug sein, so ein Phönix. Da am Unterarm Farbe bei einem alten Tattoo mit im Spiel war dachte ich, es wäre hilfreich die Flammen aufzugreifen und weiterzuführen. Aber nur im Rot- Ton, um das Ganze nicht zu sehr in Farbe zu baden. Auf der Schulter ist die Sonne angedeutet, die sich hinter Wolken diesig abzeichnet. Ich habe sie leichtest schattiert, damit noch ein gewisser Kontrast zu der Windspirale geleistet war, die sich Hautfarben immer am Besten in den Vordergrund schieben kann.
https://de.wikipedia.org › wiki › Phönix_(Mythologie)
https://www.house-of-fantasy.de/fabelwesen-phoenix.html
https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-flug-des-phoenix/6536044.html
