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Fraktal Blumen Tattoo

Fraktal Blumen Tattoo

 

Fraktal Blumen Tattoo

Tribals, oder auch Ornamente waren eine Zeitlang richtig in Mode im Tattoo-Bereich. Damals kamen alle Nase lang wieder jemand, der meinte, er/sie möchte ein Motiv mit einem Ornament verbunden haben. Nachdem wir ja schließlich alle in diesen unseren gesellschaftlichen Zusammenhang eingebunden sind ( und wenn es sich um eine Subkultur handelt) sind wir natürlich auch im Groben und Ganzen in die Trends eingebunden. Aber man muss ja auch nicht jeden Zug entgleisen lassen, nur um mal kurz auf das Trittbrett aufspringen zu können. Ich machte es mir deswegen damals zu der Zeit zu eigen, Ornamente des Jugendstil- Malers A.Mucha in meine Inspiration einfließen zu lassen. Diese verbastelte ich in der Regel in der vorderen Ebene, mit freier Haut. Negative Space wird so etwas klag genannt. Das hat immer die Möglichkeit beinhaltet die Tattoos zusammenhängend, aber trotzdem aufgelockert zu gestalten.

Che muas geh : Drachen Cover-Up Tattoo

Che muas geh : Drachen Cover-Up Tattoo

 

Che muas geh- Drachen Cover-up Tattoo

Ok, die Chronologie ist mal wieder nicht ganz korrekt. Aber, wie an anderer Stelle gesagt. Ich bräuchte ewig bis die ganzen Sachen in die richtige Reihenfolge gebracht wären. Zeitpunkt der Entstehung muss sich ca um 2003/ 4 bewegt haben. Alte selbstgestochene Tattoos… . Das Beste was einem passieren kann. Naja, auf jeden Fall, wenn man sich gerne Gedanken macht und versucht neue Optionen über altes Zeug zu machen. Ein Drache. Das war auf jeden Fall der Input für das Cover-up. So, und jetzt mal wieder ein bisschen das Hirn verrenkt und überlegt, wo man was hinsetzen kann. Den Grundgedanken hatte ich recht schnell gefunden. Die Palme könne man super als Bart von dem Drachen verbauen. Den Stamm der Palme in die Zunge setzen. und so weiter , und so fort. Che war dabei der größte, dunkelste Punkt der Vergangenheit sozusagen. Der wurde durch seine Position einfach in die seitlichen Haarspitzen gesetzt. Da das Teil eh schon vom Untergrund her sehr dunkel war habe ich auch damals schon nur mit Farben gearbeiten. Beziehungsweise in den dunklen Parts hart abgesetzte Schwarze Flächen als Schatten gesetzt.

Um eine gewisse Auflockerung zu erreichen machte ich den Vorschlag, man könne den Drachen zweigeteilt gestalten. Ich glaube damals ein Tattoo von einem Kollegen aus Stuttgart gesehen zu haben, das mich zu dieser Form inspiriert hat. Und abgesehen davon unterstützen sich die beiden Seiten auch recht schön von der individuellen Farbwirkung durch die Komplementärfarben daneben.

Dabei fällt mir eine kleine Anekdote ein… . Ich hatte mich vor einer Weile von einem Kollegen tätowieren lassen. Er war eigentlich noch recht am Anfang seiner Laufbahn als wir gestartet hatten, aber sein Stil hat mir sehr zugesagt. Als ich dann zu ihm kam redeten wir natürlich auch über Farben, Zusammensetzungen und so manches Anderes. Leider kam es dabei zu einer Pause, und wir machten das Teil dann 3 Jahre später fertig. Er hatte in der Zwischenzeit Erfahrungen machen dürfen und sich weiter entwickeln dürfen… . In der Zwischenzeit war mein Ansatz aber untergegangen, weil ich mit meiner Art Farben zu verarbeiten teilweise recht alleine da stehe. Er war stolz, sich mit seinen Entwicklungen  zeigen zu können, meinte jedoch dass es ja noch soviel zu lernen gebe… . Am Ende standen wir da und ich musste feststellen, dass das auf You-Tube Tutorials beschränkt war, beziehungsweise auf Inhalte, die er von anderen Tatowierern vermittelt bekommen hatte. So Sachen, wie Schwarz als Schattierung nur pur, dafür aber fein gepixelt unter die Haut zu bringen. O-Ton: na dann wird halt die Farbe ein wenig stumpf dadurch… . Und dann stritten wir uns über Farben, die in Deutschland nicht erlaubt sind und die ich vor über 10 Jahren als nicht dauerhaft in der Farbechtecht verabschieden mußte. Da zeigt sich halt mal wieder: jeder muss seine Erfahrungen selbst machen, vor allem wenn er auf Andere hört 😀 .

 

Fraktal Sonne Tattoo

Fraktal Sonne Tattoo

 

Fraktal Sonne Tattoo Mandala

Fraktale…eine Zeitlang war das ein kleines Steckenpferd von mir. Und ich muss dabei sagen, dass Timm dabei mit seiner Sonne ein richtiges Fest war. Eine grobe Richtung war von ihm mit einer Zeichnung geliefert worden. Den Rest durfte ich mit dazu steuern. Und auch wenn ich mich bei dem Tattoo gefreut habe wie ein Tattoo-Hörnchen als es fertig war. Die Ausarbeitung war die Hölle. Alles kleinste fitzelige Detailarbeit, alles mit der 5 er Liner-Nadel, in jeder der Rauten jeweils 4 Farben…da muss mich wohl irgend ein Selbsthass geritten haben. Andererseits…ich bekam zu der Zeit von einer Bekannten gesagt, dass es von mir ja nur Böse und Gruselige/ Ekelige Tattoos gäbe. Diese Art von Tattoos fiel zwar in keinster Weise darunter, aber es ist doch immer wieder schön mit Vorurteilen konfrontiert zu werden.

Fraktale wurden zu der damaligen Zeit gerne von anderen Tätowierern im Biomechanik-Bereich gerne als Hintergrund Filling verwendet. Und in gewissen Dingen muss ich einfach sagen: Ich bin ein Purist. Deswegen war in dem Fall das Fraktal Mandala die einzige Sache, die in diesem Tattoo zur Geltung gebracht wurde. Alles Andere, wie Biomechanik oder anderes, wäre meiner Meinung nach bei dem Tattoo auch eine absolute Fehlplatzierung gewesen. Das ist so ungefähr wie ein richtig richtig gutes Brot mit Butter oder Käse oder Wurst zu belegen. Das verdirbt den einzigartigen Geschmack.

München Schrift Tattoo

München Schrift Tattoo

 

München Schrift Tattoo

Ein Tattoo mit Schrift München auf einem breiten Buckel. Und sonst ist Nichts dahinter? Reicht die Schrift München nicht als klare Aussage für ein Tattoo? Mia san mia, das ist ja in München der Standard Ausspruch. Somit ist es ein klares Bekenntnis zu seiner Herkunft. Der Herkunft aus München.

Differenzierte Ausarbeitung

Allerdings braucht ein breiter Buckel auch eine differenzierte Ausarbeitung. Besonders wenn es um ein München Schrift Tattoo handelt. Schließlich ist es nicht einfach damit getan, so eine Schrift einfach nur in Schwarz zu gestalten. Letztendlich hat reines Schwarz auch seine Tücken. Diese bestehen darin, dass Schwarz wie jede andere Farbe auch zeitlichen Einflüssen unterworfen ist. Das betrifft die normale Alterung als auch natürlich Sonneneinstrahlung. Und da ist nicht zu vernachlässigen. Ferner ist es immer schwierig Farbe, egal ob Schwarz oder andere Farbe, deckend zu arbeiten. Die Haut hat da ein Wörtchen mit zu reden. Und die Haut ist nicht an allen Stellen gleich. Teilweise schwillt sie durch unterschiedliche Durchblutung unterschiedlich schnell und stark an. Somit kann man zwar wollen aber nicht können. 

Schwarz-Grau

Eine mögliche Lösung ist es ein so großes Tattoo in Schwarz-Grau zu arbeiten. Dadurch komt man in den Genuß klarer Vorteile. Sind Stellen in Schwarz nicht 100 % ig dicht gearbeitet so macht sich das bemerkbar. Zum Verständnis vergleiche ich das gerne mit DPI. DPI ist die Abkürzung für Dots per Inch, also Punkte pro Inch. Für den Druck ist eine Deckung von 300 DPI notwendig, damit es deckend erscheint. Für die Webanzeige werden 72 DPI verwendet. Einfach weil die Farbe durch den Bildschirm hinterleuchtet wird. Gegenteilig kommt beim Druck das Licht von außen, wahlweise von außen. Und das Licht spielt auf der Haut gerne Billard. Bandenspiel nenne ich das verallgemeinernd.

Hautaufbau

Der Aufbau der Haut besteht aus Schichten. Die äußerste Schicht besteht aus Hautschuppen. Ein paar von denen sind nicht mehr ganz so dabei. Dementsprechend handelt es sich um matte Elemente. Und diese Hautschuppen haben Kanten. Weiterhin sind da noch Falten. Nehmen wir also der Einfachheit halber an, dass es sich um Berge und Täler handelt. Und diese Berge und Täler reflektieren das Licht. Je nachdem, wie das Licht fällt hat es also die Möglichkeit an einigen Bergen und Tälern abgelenkt zu werden, durch Bandenspiel. Letztendlich fällt es dann wieder in das Auge und wird dort wahrgenommen. Hat es dabei den „falschen“ Winkel und sind die DPI nicht gleichmäßig kommt gerne mal eine Spektralverschiebung ein. Das kann man dadurch umgehen, dass man das Ganze etwas breiter aufstellt. Will hießen, wie hier, nicht nur Schwarze Teile sondern auch graue Teile verwendet. Somit bleibt das Tattoo auf Dauer in sich stimmiger.

Biomechanik Geschwurbel Tattoo

Biomechanik Geschwurbel Tattoo

 

Biomechanik Geschwurbel Tattoo

Mann oh Mann, wenn man sich das anschaut, was man früher mal alles gemacht hat… . Dann ist das Tattoo immer in den damaligen zeitlichen Kontext einzuordnen. Zu der Zeit waren die ganzen Stile noch recht hart in ihrer Art.

Harte, klare Linien, relativ voneinander abgegrenzte Flächen… . Grundlagenforschung sozusagen…

Krake Tattoo

Krake Tattoo

 

Krake Tattoo

Und der Haifisch, der hat Zähne… . Und die trägt er im Arm des Kraken, mit dem er sich gerade fröhlich im Wasser fotzt. Wieso? Frag mich was einfacheres… Ich konnte nur nicht umhin anzumerken, dass Kraken ja nen Schnabel haben. Und weil das ja so wenig Leute wissen, und weil es immer nett ist, ein Alleinstellungsmerkmal in einem Tattoo unterzubringen wurde der Schnabel rangebastelt. Dazu , im Innenarm die Piratenbraut… Ahoi

Biomechanik Drache in japanischer Sauce Tattoo

Biomechanik Drache in japanischer Sauce Tattoo

Biomechanik Drache auf japanischer Sauce

Ein Drache ist ja so etwas wie der gute Ton, das 1 x 1, die Grundlage für ein Jedes Tattoo. Das war auf jeden Fall der Gedanke von Francesco. Naja, und damit der eigentlich japanische Zusammenhang nicht zu sehr betont wird, dafür sollte dann halt eben der biomechanische Aspekt sorgen. Der Hintergrund sollte in japanischen Stil, mit Wolken und Wind, gehalten sein. Der Drache sollte  eine Mischung aus Alien und Drache sein… nachdem Francesco als waschechter Italiener mit Händen, Füßen, Italienisch und etwas Englisch mit mit kommunizierte dauerte es eine kleine Weile, bis wir uns auf etwas verständigt hatten. Gottseidank gab es ja ein paar Orientierungsmarken in meiner Fotomappe…

Waage mit Kosmos Tattoo

Waage mit Kosmos Tattoo

 

Waage Tattoo

Ich finde so etwas ja immer äußerst prickelnd. Wenn sich jemand zu seinem Sternzeichen- in dem Fall Waage- einen Zusammenhang überlegt hat, den auszuarbeiten ein kleines Fest ist. Das Tattoo sollte in dem Fall vom Gedanken an das ägyptische Totenritual angelehnt sein. In diesem wird die Seele, oder besser der Sitz der Seele, das Herz, gegen eine Feder aufgewogen. Dadurch wußte der Totengott Anubis, ob das Leben des Verstorbenen gut gelebt worden ist.

Ich muss in dem Fall zugeben, dass ich es nicht mehr nachvollziehen kann, ob Alex den Vorschlag machte mit den Fragezeichen, zu denen ich die Arme der Waagschalen verdreht habe. Oder es ist auf meinem Mist gewachsen? Ich weiß noch, dass ich vorschlug den Hintergrund in einem , zu einer Unendlichkeits 8 geformten, Fluß zu gestalten. Und dass, um die Dualität noch einmal ein Wenig zu unterstützen, man doch die eine Waagschale von Oben und die andere von Unten zeigen könne… Nachdem eine Feder ja auch von Unten als eine solche zu erkennen ist war das schnell so abgestimmt. Und dazu konnte ich mit der Waagschale von Unten noch ein bisschen Farbspielereien gestalten.

Schlange Tattoo mit am Deivi

Schlange Tattoo mit am Deivi

 

Schlange mit allsehendem Auge und noch mehr

Für einen kurzen Moment musste ich gerade echt überlegen, womit das Ganze denn damals angefangen hatte. und just in dem Moment fiel es mir wieder ein. Den Anfang, wie soll es denn anders sein, machte das allsehende Auge am Ellbogen. Naja, nachdem ich ja ein unverbesserlicher Optionist bin fragte ich Martin, inwiefern er denn etwas dagegen hätte, wenn man das Dreieck ein wenig „auflockern“ würde. Der Hintergedanke dabei war und ist: am Ellbogen ist die Fläche nich gerade die gleichförmigste. Und dort dann eine geometrische Figur hinzusetzen? Finde ich persönlich nur unter zu wenigen Gesichtspunkten tatsächlich schön anzusehen. Meistens ist das dann verzogen und krumm, das macht halt die Haut an der Stelle dann automatisch. Deswegen, auch um ein gewisse Auflockerung zu erreichen schlug ich vor, ein Mandala mit einzubauen. Wir machten lediglich bis zum zweiten Kreis, um das Teil nicht zu sehr zu verbauen… was sich nicht allzulang danach dankbar erwies. Weil dann ging es weiter mit dem Skorpion, der mit einer Fortführung des Mandalas einher ging.

In einer späteren Session wurde nach unten hin angedockt, die Situation sollte noch um eine Schlange, einen getorturten Menschen und den Teufel erweitert werden, dabei war es wichtig, dass die Schlange auch über dem Teufel steht. Um das zu erreichen wurde die Zunge der Schlange durch die Augenhöhle des Teufels geführt.

Und wieder später kam dann der Oni, der japanische Teufel , auf die Rücken/ Rippenseite.

Die Renaissance Muster, die aus dem Kirchenbau entnommen waren, haben dabei mal auch so richtig Laune gemacht.

Drache am Knie Tattoo

Drache am Knie Tattoo

 

Drache am Knie Tattoo

Warum müssen es immer wieder dieselben, überall schon gesehenen Drachen sein? Wahrscheinlich, weil es einfacher ist, alles irgendwo vorgezeichnet und durchgekaut abzupausen, um es dann als „eigenes“ Tattoo zu verkaufen…Deswegen, in dem Fall, war es alleine durch die Stelle – auf und über dem Knie- für mich naheliegend, den Drachen auf eine etwas andere Art zu platzieren.  Chris kam aus Rosenheim , und noch ein paar heimatliche Einflüße – Berge und so´n Geschwurbel- waren nicht von der Hand zu weisen. Und der Drache sollte nicht böse sein. Na dann….

Holy Handgranate Tattoo

Holy Handgranate Tattoo

 

Holy Handgranate

Ich glaube, der Grundgedanke war einfach: Kabuuuummm. Warum nicht statt einem Standard-mäßigen Sacred-Heart Tattoo sich eine Handgranate machen? Für denjenigen, der mit Religion auf Kriegsfuß steht ist das im wahrsten Sinne eine Erleuchtung und ein schlagendes Argument für ein Tattoo.

Nein, ich denke dass das ein paar Dinge waren, die da zusammen gekommen sind. Das Obrige, aber auch der leider grundsätzlich in unserer Gesellschaft tief verwurzelte Ansatz, die Gewalt zu zelebrieren, sie auf ein Podest zu stellen, und sie danach mit pseudo Argumenten zu rechtfertigen. Mir hat es richtig Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich bei diesem Motiv eine Ausarbeitung an den Tag legen konnte, die mal wieder schön differenziert und fein und fraktal war. Sowas macht einfach immer wieder Laune: Details und Strukturen…

Da Andi

Da Andi

 

Biomechanik Tattoo á la “ da Andi“

Setzt man sich in einem Tattoo-shop hin und blättert in den Fotos, da findet man mit ein bisschen Glück ein “ á la carte“ irgendwo aufgeführt. Ein bisschen was davon, etwas mehr von jenem, dazu Soße fürs Gehirn… und schon kann man, wenn man die entsprechenden Wünsche hat sich das zusammenstellen, was man so alles zusammen haben möchte. Biomechanik? Check… Ein Auge? Check… Einen Shutter-Verschluß einer Kamera? Check… Einen Totenkopf am Ellbogen? Check… Einen Klassiker: ein Spinnennetz am Ellbogen? Check…

Wieso Würfel? Ich glaube von wegen und “ Life´s a gamble…“, und sie sollten sich wie Elektronen um den Atomkern drehen…Und was nicht noch alles. Darfs noch ein wenig Muskel sein? Aber bitte, 10 Deka davon , bittesehr der Herr. Und dann das Tattoo schütteln und drehen und wenden, und heraus kommt das was Andi dann letztendlich am Arm tragen durfte.

Und nachdem er ja dann sich vertrauensvoll an mich wenden konnte kamen danach noch ein paar andere Sachen dazu. Der Manga Wolferine und schließlich noch der geflügelte Totenkopf am Bauch…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bionik-Fuß Tattoo

Bionik-Fuß Tattoo

 

Bionik-Fuß Tattoo

Ab und an gibt es mutige Menschen, und die Anzahl der mutigen Frauen dabei ist nicht zu unterschätzen. Bei diesem Bionik-Fuß war Denise zu einem besonderen Tattoo bereit: am Spann des Fußes, mjam mjam, das ist schon eine etwas gschmackige Stelle. Sie hat es wunderbar ausgehalten, die Farbe ist wunderbar unter der Haut geblieben – was an der Stelle nicht selbstverständlich ist- und was noch…? ein klares informatives „äääh“…

Hardcore for Life Tattoo

Hardcore for Life Tattoo

 

Hardcore for Life Tattoo

„Hardcore“ ( for Life ),  das wird sich S. auch gedacht haben, als wir uns das erste mal gesehen haben. Hieß doch mein Laden damals noch “ Shit for Life“ Tattoo, wenigstens das “ for Life “ hatten wir schon mal gemeinsam. An die Begrüßung, die ich meinem lieben Zuckerstück zuteil hab werden lassen, werde ich immer wieder gerne erinnert. Vor allem von ihm… wobei, wenn wir mal wieder einen Tattoo Termin haben finde ich es auch ganz amüsant, ihm den Ball zuzuspielen, damit er sie zum Besten geben kann. Ich hatte gerade einen Kunden, mit dem ich geredet hatte, S. hatte mich schon seit einer Weile gesucht. Und nachdem ich mich für eine Weile rar gemacht hatte konnte er mich auch nicht so einfach finden. Und dann stolperte er irgendwann mal über ein Werbeplakat von mir damals am Rosenheimer Platz U-Bahnhof. Und machte sich voller Freude, Zuversicht und Enthusiasmus auf den Weg zu meinem Studio… . “ …Und was willst du Spinner jetzt hier…“ kam da wohl mal flockig flachsig von mir rüber geschossen. Ich war der Ansicht, dass S., so wie er aussah, damit umgehen kann. Konnte er auch, sonst wäre es nicht zu diesem fetten Rücken und danach noch zu den Armen und der Brust gekommen.

Und für S. gab es auch noch ein paar neue Lektionen: gehe niemals mit einem frischen Rückentattoo ( in dem Fall auf Arschhöhe) zu einem Fußballspiel. Die andern können das nämlich nicht so ganz verstehen, wenn man sich partout nicht hinsetzen will und ihnen die Sicht versperrt…

Und, dass man sich politische ( oder ähnliche ) Sachen nicht tätowieren lassen sollte. Irgendwann kam er nämlich auf den Trichter, dass es bestimmt ganz cool wäre sich “ straight edge“ tätowieren zu lassen. Leider musste er sich davon überzeugen lassen, dass das Bier dann doch zu gut schmeckt… und das passt dann halt doch nicht zu „straight edge“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vegan Pride Tattoo

Vegan Pride Tattoo

 

Vegan Pride Tattoo

Veganer haben eine eigene Weltanschauung, und die ist mit ihren eigenen Symbolen unterlegt, in dem Fall ist es eine Blume in Form eines “ V „… . der Rest wurde als Hintergrund eingesetzt, die Sterne in einer aneinander gereihten- sich vergrößernden Kette- mit dem V als Ursprung. Das Mandala machte ich zum besseren Kontrast in einem Dot-Work…Entstehungszeitraum 2002/3…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Devils Tools Tattoo

The Devils Tools Tattoo

 

The Devils Tools Tattoo

Irgendwann steht jemand in meinem kleinen Keller damals in der Franziskanerstraße, der mir sagt, er hätte mich gesucht. Naja, und nachdem er mich nicht gefunden hat, schaute er dann mal gleich in den nahe liegenden Tattoo Laden um die Ecke… . Großer Fehler, wie sich herausgestellt hatte. Denn bei der 3. Sitzung bekam Tom dann nämlich zu hören: “ Ich weiß eigentlich gar nicht, was du da willst….“ Wow, ein Hoch auf soviel Ehrlichkeit. Naja, etwas früher wäre eventuell ganz gut gewesen… . War es aber nicht, also darf ich mich an meinen alten Schulfreund, den ich bestimmt seit knapp 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte zu dem Moment, zum Überdecken machen.

Der Engel sollte, auch wenn er nicht so getroffen war wie beabsichtigt, stehenbleiben. Der Satz war soweit ich mich erinnere auch schon gestochen- aus dem Grund die dicken massiven Lettern, die am Schienbein zu sehen sind. Aus irgendeinem Grund hatte meine Vorgängerin rote Schlieren tätowiert, also machte ich Strukturen in Türkis mit roten und gelben Einschlüssen. Und das Bild “ der Schrei“ von Edward Munch sollte auch mit hinein- um das nicht zu dunkel und drückend zu machen setzte ich das in einem netten farbigen Kontrast auf die Wade.

Die anderen Teile des Gesamtwerkes kamen dann nach und nach über die Jahre angestückelt…was hatten wir für eine spassige Zeit miteinander. Ich erinnere mich immer noch an die fröhliche Ansage eines Tages, als mir eröffnet wurde ( ich glaube wir waren gerade bei dem Chamäleon in der Innenseite) : Tur mir leid, ich habe heute mein Höschen wohl vergessen… Wozu hat man nicht Freunde