Schädel Tattoos

sind die wohl von der Allgemeinheit als gängigstes Motiv verstandenen Tätowierungen.

Zeichen der Vergänglichkeit und Demut einerseits. Zeichen von Wildheit und Zerstörung auf der anderen Seite. Als Kette um den Hals, um symbolisch die Zahl der Feinde zu zeigen. Als Mahnmal für den eigenen ( und den der geliebten Menschen) Tod und den entsprechenden Umgang mit dem Leben.

Von Pazifisten als auch von der harten Mörderhenker-Fraktion immer gerne gewählt.

Und wahrscheinlich das in seiner Anzahl und Gesamtheit am Meisten getragene Tattoo- Motiv, schließlich braucht jeder einen Schädel… .Oder auch 2 oder 3…je nachdem. Ich weiß nicht, wie viele Schädel ich in ihrer Gesamtheit schon gestochen habe. Aus dem Stehgreif würde ich sagen, nicht so viele. Aber wahrscheinlich wird die Zahl der gearbeiteten Totenkopf – Tattoos in die Hunderte gehen.

Das erste war damals eine Überdeckung, von einem, rate mal: Totenkopf-Tattoo. Dieses war eigentlich ein Exploited- Schädel, ein Totenkopf mit Knochen-Irokesenschnitt. Das hatte sich durch ein bisschen , zu schnelles Training und Muskelzuwachs verformt und sah aus wie ein Rhesus- Affe… . Dementsprechend musste das weg. Also kamen gleich mal 3 massive, miteinander verwobene Schädel als Überdeckung auf die Schulter. Und ich hatte gleich eine meiner ersten Lektionen gelernt, wenigstens einen Tel davon: Der Körper verändert sich, und wenn man weiß wie, dann kann man das in dem Tattoo berücksichtigen.

Ob es als nettes kleines Strich- Schädelchen am Handgelenk ist, oder der La-Catrina-Totenkopf… . Der Tod auf dem Motorrad, die Familie aus Skeletten, sie in rotem Gewand, er mit karierter Weste, vor sich das Totenkopf-Baby im Kinderwagen, der eigentlich ein Schädel ist… .

Oder einfach der massive 50 cm Schädel, der mahnend von der Brust flüstert “ Gegen das Schicksal bist du machtlos“… .

…das Schöne daran ist, Schädel kann man in allen Formen und Farben machen, ob realistisch oder stilisiert, old-school oder Sprüher-Style…wie gesagt: Jeder braucht eigentlich einen Totenkopf als Tattoo. Und wenn es einfach nur dafür ist, sich die eigene Vergänglichkeit in Erinnerung zu rufen…