Die 3 heiligen Affen Tattoo
Diese Tätowierung wurde in verschiedenen Schritten und Zeiten ausgeführt. Am Anfang ging es lediglich bis zur klassischen T-Shirt Grenze, zu der Zeit war der Arbeitgeber noch ein wenig unbegeistert über die Möglichkeit, ein Tattoo unter dem Ärmel durchscheinen zu sehen. Ich kann aus dem Rückblick gar nicht mehr sagen, wie die verschiedenen Elemente in das Gesamtkonzept Einzug hielten. Ich weiß nur noch, dass es Sterne und Blätter sein sollten, in klassischem Rot gehalten. Für die Spirale schlug ich die Strahlen vor, um dem Tattoo einen netten abwechselnden Effekt zu verleihen und einen lediglich massiven Farbfleck zu vermeiden. Erst Jahre später wurde das Tattoo bis zum Handgelenk erweitert. In dem Fall sollten die Sterne wieder aufgegriffen werden und Flammen hinzu gefügt werden. Nachdem der Träger doch schon ein imposantes Armmaß aufbringt wurden die Flammen entsprechend massiv gearbeitet
Letztendlich gibt es zu diesem Tattoo nicht viel mehr zu sagen, außer dem was es zu sehen gibt: Eine Königskrone mit “ veni, vidi, vici“ eingearbeitet. “ Ich kam, sah und siegte“, der berühmte Spruch Caesars.
Nicht dass mir nachher vorgehalten wird, ich hätte die Wahrheit verfremdet. Ob W. bei dem Wohnungsbrand seiner damaligen Partnerin mit dabei war kann ich nicht genau sagen. Aber dennoch war es für beide ein entsprechend tiefes Erlebnis, dass sie sich beide auf dem Rücken einen Phönix stechen ließen. In diesem Fall sollte das Ganze eher hart, Tribalmäßig gestaltet werden- auf jeden Fall stellte es sich mir so vor meinem inneren Auge dar, da es in Schwarz-Grau ausgeführt werden sollte, das Tattoo. Ich musste auch berücksichtigen, dass die Haut am Rücken des Trägers, der leider unter starker Akne leidet, stellenweise böse vernarbt war und damit zu rechnen war, dass das sich auch auf das Tattoo auswirken könnte.
Was macht man sich für ein Tattoo, wenn der Freund seit geraumer Zeit dabei ist, sich von oben bis unten zu tätowieren zu lassen? Und man eigentlich am liebsten Katzen mag? Hm, ja, liegt eigentlich auf der Hand: Katzen über Katzen über Katzen. Das Foto stellt den Anfang von einem Sleeve mit Muschis dar: Der gestiefelte Kater von „Shrek“, und daneben eine Katze auf dem Blechdach unter einem Mond in Winke-Katzen Stil.
Das Rücken Tattoo war das erste, das projektmässig auf der Matte stand. In dem Fall sollte ein Ornament über die Hüfte ( ich hörte in dem Zusammenhang zum ersten Mal den Ausdruck “ Büffelhüften“, denn die hatte Steffi von ihrem Vater wohl geerbt) auf den Rücken geführt werden. Dabei sollte es immer mal wieder mit Frangipani-Blumen aufgelockert werden. Die Tätowierung am Unterschenkel sollte sich stilistisch in einem ähnlichen Segment bewegen, bloß dass diesmal die Schmetterlinge dran glauben mussten, um ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen.
Bücher sind was sehr schönes. Ich bekomme es immer wieder mit, wenn ein Kunde versucht, sich im Internet recherchierend nach Motivideen für sein Tattoo zu betätigen. Nach einigen Klicks kommt dann immer wieder das selbe Zeug, auf verschiedenen Seiten vielleicht, aber trotzdem das selbe Zeug. In dem Fall war die Kundin mit dem Buch zu mir gekommen, einem Buch über Phytologie. Und aus dem wurde immer wieder mal das eine Blümchen, dann das andere Blümchen als Tattoo-Wunsch an mich herangetragen. Mal der Goldregen, mal Johannisbeeren…
Alphonse Mucha machte in seiner Zeit als Maler, Anfang des 20. Jahrhunderts, großartige Werke, die in seiner Ausdruckskraft nach wie vor ihresgleichen suchen. Er beeinflusste und gestaltete durch seine vielseitigen Arbeiten sowohl in der Plakatkunst, als auch im Bereich des Schmuck- Designs maßgeblich den Jugendstil. Dieser Tattoo-sleeve sollte in einer Gegenüberstellung von Gut und Böse nur Werke von Mucha enthalten, da er für den Kunden die Verkörperung von Harmonie und positiven Sehnsüchten darstellte. Die Ornamente sind auf meinem Mist gewachsen, natürlich durch Mucha beeinflusst, die Verbindungen sollten schließlich fließend und harmonisch zusammen wirken in dem Tattoo. Die einzelnen Elemente wurden aus den verschiedenen Wünschen des Kunden ausgesucht.
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