Tattoo Geisha

Tattoo Geisha

 

 

 

Tattoo Geisha mit Kranichen

Japan ist als Land der aufgehenden Sonne erfüllt von Symbolen. Bereits durch seine Religion, den Shintoismus besteht eine gewisse Vorlage. Denn der beruht in seiner Wahrnehmung der Umwelt auf animistischen Grundsätzen, das heißt, es handelt sich um eine uns umgebende belebte Welt, voller Naturgeister und Wesenheiten. So verwundert es auch nicht, wenn jedem Wesen sein eigener Symbolgehalt zugeordnet ist, die in Tattoos zum Ausdruck kommen. Beispielsweise sind Kirschblüten Tattoos angelehnt an die Schönheit der Kirschblüte, die durch die kurze Blütezeit von lediglich zwei Wochen als Besonderheit in der japanischen Kultur wahrgenommen werden. Während einer Zeit Ende März bis Anfang Mai wird in Japan das Kirschblütenfest Hanami gefeiert, um die ausufernde Schönheit der Kirschblüte zu zelebrieren.

Lebenslanges Glück der Tattoo Geisha

Die Kirschblüte wird mit einem jungen Tod, einem kurzen, aber blühendem Leben in Verbindung gebracht. Fast schon diametral steht dabei der Mandschuren Kranich, der ähnlich wie die Kirschblüte als Nationalsymbol Japans als der japanische Nationalvogel gilt. Und wie kein anderer steht der Kranich symbolisch für Langlebigkeit, Treue, damit auch Glück und Liebe. Denn im Vergleich zu anderen Symbolen wie der japanischen Kirschlüte zieht der Manschuren Kranich seine Kraft aus seiner schier einzigartigen, galanten Art des Balztanzes und dem Umstand, dass er Lebenslang als Paar zusammen bleibt. Die Verbindung zu einer Geisha ist schnell hergestellt: Die weiße Farbe der Federn erinnere an das geschminkte Gesicht der Geishas, der rote Fleck auf dem Kopf an das Rot des Mundes einer Geisha.

Beinahe ewiges Leben

Auch wird der rote runde Punkt auf dem Kopf mit dem weißen Federkleid in Assoziation mit der japanischen Fahne gebracht, der roten Sonne auf weißem Grund. Besonders ist dabei neben dem roten Fleck der starke Kontrast zu den schwarzen Federspitzen, die ihn zu einer lebendigen Manifestation eines Yin-Yang-Symbols machen. Das tatsächliche Alter kommt nicht auf die ihm nachgesagten 1000 Jahre, dennoch ist er mit einer beachtlichen Langlebigkeit von um die 70 Jahren gesegnet. Zeit vergeht schnell, sie ist unwiederbringlich und gnadenlos schön, das Leben ist vergänglich? Daran stört sich der Kranich nicht. Und auch wenn der Grund für diese Kombination von Geisha und Kranich eine andere ist: symbolisch passen diese beiden Elemente dieses orientalischen Tattoos harmonisch zusammen.

Unterhaltung im Theatralischen

Die Geisha ist durch ihre besondere Stellung als Unterhalterin in Japan von besonderer Eigenheit. Schönheit, durch das Ideal der gleichmäßigen Schminke, ebenso wie der Makellosigkeit der Gesichtsoberfläche symbolisiert Alterslosigkeit. Es mutet puppenhaft an und versteckt dadurch auch die Erfahrung, die einer Person allgemein in das Gesicht geschrieben stehen. Hier tritt wieder die Verbindung zu dem Kranich zutage. Aber auch Unnahbarkeit ist ein wesentliches Merkmal, denn die Geisha unterhält durch Gesang, Tanz, wer den Balztanz der Manschuren Kraniche einmal hat sehen können, der kann eine Anmut , die in das Theatralische hinüber gleitet nicht verleugnen. Bei einer Geisha werden verschiedenste Rollen in einer Person vereint, Witze erzählen ebenso wie Schauspiel.

Schauspiel des Lebens

Schauspiel, Dramaturgie ebenso wie Komödie ist das innere Wesen der Geisha, um die Stimmung des Gastes je nach Moment und Notwendigkeit zu steuern und zu leiten bedarf es vielfacher Fertigkeiten wie Musizieren. Aber auch Strategie. Dadurch kann auch der Eindruck der Raffinesse, ja sogar der Verschlagenheit interpretiert werden, insbesondere als das Spiel „Go“ auch zu dem Repertoire der Geishas gehören soll. Somit symbolisiert sie auch durch die aufwendig gestalteten Kimonos nicht nur Schönheit, sondern eine Weiblichkeit auf einer hohen, fast schon losgelösten Ebene. Der Fächer als fast schon ikonisches Element, das gerne untrennbar mit der Geisha verbunden ist, hilft es doch auch die Unnahbarkeit und das Verspielte, Schauspielhafte zu unterstützen.

Schauspiel der Vergänglichkeit

In diesem Fall war die Anlehnung der verschiedenen Elemente des Tattoo auf dem Rücken Tattoo aufgebaut. Und als separates Sleeve Tattoo umgesetzt, denn die Geisha hatte einen besonderen Stellenwert im Leben der Trägerin. Als Orientierung für die Geisha wurde mir das Bild eines Farb-Holzschnittes aus dem Eigentum des Hauses der Dame übermittelt. Den Kimono gestaltete ich aus den, sich aus den Umständen anbietenden Einzelmotiven: Gingko-Blätter hätten sehr ansprechende, somit gewünschte Form in dem Kimono. Und somit war eigentlich ohne es gesagt zu haben alles gesagt. Die Mandschuren Kraniche wollte ich auch noch einmal einbringen. Und somit bot es sich an, die Mandschuren Kraniche in die Form von Gingko-Blättern zu bringen, sie im Muster mit den Kranichen zu verschmelzen und abzuwechseln.

Im ewigen Tanz der Zeit

Der Gingko ist wiederum ein Symbol für Ewigkeit, für Weisheit und Überleben. Die Kombination der Symbole ist so machtvoll, dass der Aufbau des Tattoos ein sehr ruhiger sein konnte. Getragen, anmutig. Über den gesamten Arm als Sleeve eigentlich als Hauptelement „nur“ den Kimono abbildend, der mit einer Landschaft aus sich über Steine ergießendem tosendem Wasser aufwartet, das verspielt in Muster aus Gingko und Kranichen übergeht, um dann im Untergewand und auf der Schulter in ein hypnotisches Muster integriert zu werden. Und am Unterarm noch ein tanzender Kranich.

 

 

 

 

 

Geisha Tattoo

Geisha Tattoo

 

Geisha Back Tattoo

Das Geisha Back Tattoo, nicht zu verwechseln mit einem Geisha Tattoo. Genau genommen ist die Trägerin keine Geisha. Wobei, kann man der sogenannten kulturellen Aneignung frönen ohne nativ dem japanischen Kulturkreis zugeordnet zu sein? Ein ganz klares „Ja“. denn Liebe zu der Kultur kann einen im inneren des Herzens wenigstens so  definieren, wie man es möchte. Denn wenn es eines gibt, dann ist es Liebe. Und Liebe kann alle Grenzen überwinden. Jaja, ich kleiner Hippie-Klugscheißer, ich. Nichtsdestotrotz, in dem Fall besteht die Liebe zum japanischen Kulturkreis und Tattoos.

Tattoo- Entwicklung

Wie so vieles im Leben ist die Entwicklung eines Tattoos auch oft mit der eigenen Entwicklung verbunden. Und da kann es durchaus vorkommen, dass die Entwicklung alte Entwicklungen mit beinhalten, also integrieren muss. So geschehen bei diesem Geisha Back Tattoo. In diesem Fall war das mit der Integration des alten Tattoos  mal gar nicht so einfach. Denn die Integration von dem alten Tribal auf der linken Schulter hatte durchaus seine Tücken. Aber zuerst zu dem Mandschuren Kranich.

Japanische Kraniche

Der japanische Kranich, oder auch Mandschuren- Kranich ist von seiner Art ein sehr freundlicher und höflicher Zeitgenosse. Er macht zur Balz Paartänze, die einfach nur schön und anmutig zu nennen sind. Und die Tiere Leben monogam, die Paarbindung hält ein ganzes Leben lang, ein Umstand der auch im Tierreich nicht der Normalität entspricht. Und so etwas sollte auf den Rücken verbastelt werden. Und da fing die Sache an, interessant zu werden. Wie können die Grundgedanken des Yin-Yang-Prinzips, das im asiatischen Raum den Vögeln zugesprochen wird, am Besten auf einem Rücken zur Geltung gebracht werden? Denn schließlich ist der Rücken nicht einfach eine glatte Fläche, die alles vergibt. Besonders die Falte des Brustkorbes ist nicht zu unterschätzen, was sich auch mit dem Kommentar der Trägerin „Naja, Corona-Lockdown hat seine Folgen gezeigt“ als weise Voraussicht bei der Erarbeitung des Konzeptes entpuppen durfte.

Erster Gedanke

Der erste Gedanke war recht schnell skizziert. Und genauso schnell vom Tisch. Denn die Aussage, das alte Tattoo könne auch überdeckt werden, wurde von mir recht frei interpretiert. Wobei frei der falsche Ausdruck ist, eher dem Körper und der Form entsprechend, allerdings auf zu diesem Zeitpunkt groß aufgezogenen Fokus. Allerdings, als der Gedanke mit dem Herren des Haus abgesprochen wurde kam das Veto. Und eine leichte Irritation meinerseits. Denn wenn Yin-Yang Eines ist, dann auch und vor allem in dem Haushalt der Dame zu berücksichtigen. Und in der Komposition. Hell, Dunkel. Harmonisch. Keine Dominanz. Kein komplettes Überdecken der alten Elemente. Also eher Integration.. Und das mit der Körperform zu verbinden. Holla, das kann das Gehirn mal recht nett herausfordern. Somit war dann zu den Hauptelementen, den Kranichen, Kirschblüten gefunden, als farbiger Konterpart für das schwarze Tribal. Das Tribal in der Art von Ästen und Zweigen interpretiert und soweit überhaupt möglich mittels einem Vorgrund/Hintergrund-Schema angeordnet. Die Form der Kraniche wurde mit dem Körper an die Form des Brustkorbes angepasst. Die langen Beine so konzipiert, dass es nicht von Belang wäre, wenn es zu körperlichen Veränderungen kommen sollte. Zugegeben, das ist bei dem linken nicht auf das hintere Bein bezogen, die Beine der Tiere einfach zu spiegeln war nicht drinnen, ohne das platt wirken zu lassen.

Spielereien

Und natürlich kommt ein Tattoo wie dieses nicht ohne Spielereien aus. Weiche Schatten in den Körpern. Die schwarzen Flügelspitzen als Rahmen. Und schließlich die Libelle. Zur weiteren Auflockerung im unteren Bereich, zusammen mit Schilf im fließenden Wasser. Der Libelle wurde auf der anderen Seite der Koi entgegen gesetzt. Und nach erfolgreicher Skizze konnte ich feststellen, dass ich einen weiteren kreativen Vorschlag machen durfte. „Was hältst du denn davon, dass wir dem Koi auf den Körper Libellen als Schuppen zeichnen?“.

japanisches Tattoo München
Kirschblüten Kranich Manschurenkranich Tattoo japan Style
Koi Tattoo Libelle Dragonfly München<br />

 

 

 

 

 

 

Dotwork Mandala mit Eule und Blume des Lebens

Dotwork Mandala mit Eule und Blume des Lebens

 

Dotwork Mandala mit Eule und Blume des Lebens

Ein Dotwork Mandala Tattoo ist  ja der neueste Schrei. Auf jeden Fall wenn man den Zeitschriften glaubt. Lustig, vor einiger Zeit besuchte ich einen Freund in Texas. Gemeinsam mussten feststellen, dass wir älter geworden bin. Und dass wir uns seit über 20 Jahren kennen. Darüber hinaus, dass sein Dotwork Mandala Tattoo nichts an Eleganz verloren hat. Wir hatten das damals als Hintergrund für einen bereits bestehenden Drachen gestaltet. Genauso wenig hat es an Aktualität verloren. Wie in allen Bereichen des Lebens ist auch im Tattoo-Bereich Altes plötzlich wieder Neu. Aber so komme ich ab und an in den Genuss, neue Tattoos zu arbeiten. Wobei diese auf alten Techniken basieren., zu arbeiten. So auch mal wieder in diesem Fall eines Dotwork Mandala Tattoos.

Eule mit Blume des Lebens

Die Eule sollte das zentrale Element werden. Der Platz dafür sollte die Hand sein. Darüber hinaus gab es einige andere Elemente, die Verwendung finden sollten. Beispielsweise die Blume des Lebens. Weiterhin Dotwork. Aber das haben wir ja schon in Aussicht gestellt.. Und wenn wir schon dabei sind. Noch ein gerüttelt Maß an Brainfuck. Wobei das möglicherweise auf mein Konto gehen könnte.

Drittes Auge

Je nachdem, wohin man seinen Fokus legt kann man unterschiedliche Sachen zuerst sehen. Nachdem die Eule mit Orange-Gelben Augen am eindruckvollsten erschien bot es sich an das dritte Auge auf der Stirn auch Orange zu machen. Weiterhin bot es sich wegen der Form der Eule an, in ihre Stirn eine Teil der Blume des Lebens einzupassen. Dabei sollte eine der sich aus den Überschneidungen der Blume des Lebens ergebenden Linsen als das dritte Auge verwendet werden. Weiterhin wurden die Linien der Linsen zusätzlich mit Weiß unterstützt. Hiervon erzielte ich mir den Kopf im Vergleich zum Hintergrund hervor zu heben. Für den Abschluss des Kopfes nach oben legte ich eine Gelbe Linie.

Dotwork, nicht nur eindimensional

Dotwork kann man in vielerlei Richtung verwenden. Es gibt nicht nur eine Lösung für ein Dotwork Mandala Tattoo. Einerseits kann es eindimensional gestaltet werden. Dann liegen Punkte gleicher Dunkelheit nebeneinander und ergeben ein Muster. Andererseits kann man es aber auch dreidimensional verwenden. So in diesem Fall. Die Blume des Lebens in diesem Dotwork Mandala Tattoo ergibt durch Überschneidungen der Linien Linsen. Zwischen 3 Linsen liegen somit konkave Dreiecke. Diese Dreiecke wurden so aufgeteilt, dass sie erhoben aussehen. Schließlich haben sie nach „unten“ dunklere Punkte. Somit lassen diese Punkte die Dreiecke wie eine im Schatten liegende dreidimensionale Fläche erscheinen. Doch damit nicht genug. Um die Ellbeuge läuft ein Mandala Kranz wie ein Rahmen. Es läuft quasi wie ein Lätzchen in einem Rund. Dieser Kranz erscheint zwar unterbrochen. Dennoch ist er es nicht.

Mandala als Kontrast, Mandala als Unterbrechung

Ein Mandala ist nicht als ein sich wiederholendes Ornament. In der Regel ist es rund und konzentrisch aufgebaut. Das heißt es geht von einer Mitte aus. Die Mitte ist in diesem Fall gedacht irgendwo am Oberarm. Somit gibt es durch die Blume des Lebens eine Überschneidung. Denn diese hat ihr Zentrum in der Mitte des Unterarm. Und schließt dort ab, wo das Mandala anfängt. Deshalb habe ich durch das Mandala um die Ellbeuge zweierlei erreicht. Einerseits ist es ein harter Abschluss nach unten durch die breite Außenlinie. Da es in Schwarz-Grau gearbeitet ist ergibt es eine starken dunklen Kontrast. Andererseits wird es als Unterbrechung unter der Blume des Lebens weitergeführt. Denn dort, wo die Blume des Lebens liegt läuft der Kranz mit farbigem Dotwork weiter. Dafür habe ich Rot und Gelb verwendet. Die Fotos geben das nur unzureichend wieder. Aber es liegen farbige Dots direkt neben den grauen Dots. Und nachdem Grau Farbe unterstützt, da hintergründig, schiebt sich das Rot nach vorne.

Eine Frage des Fokus

Wer kennt die optischen Täuschungen nicht, die je nachdem entweder zwei Gesichter oder eine Vase ergeben. Dieses Prinzip findet sich auch hier. Wenn man nicht fokusiert schaut, oder auch seinen Fokus unscharf stellt, dann sieht man entweder das Mandala in Rot und Gelb unter der Blume. Oder aber die Blume des Lebens. Ansonsten nicht. Nachdem auf der Außenseite bereits genug INformation verarbeitet wurde habe ich die Innenseite des Dotwork Mandala Tattoos  mit verschiedenen Rottönen, Orange und Gelbtönen gearbeitet. Die dunklen Punkte in dem farbigen Mandala Teil sind durch Komplementärfarbe erreicht. Nicht durch Schwarz oder Grau. Dadurch wirken die einzelnen Elemente sich gegenseitig unterstützend. Und es ist immer schön zu sehen, wie der Arm in gewisser Weise brennt, aber auch wieder nicht. Wie ein Herbsttag, wenn das Laub am Boden den Grund für das Wundern über die Schönheit der Natur bildet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Libelle mit Schilf Tattoo

Libelle mit Schilf Tattoo

 

Libelle Tattoo

Um eine Libelle in ein Libelle Tattoo einzubinden ist es nur naheliegend, sie in eine natürliche Umgebung einzubetten. Wasser ist da ganz klar ein Favorit. Und wo Wasser ist kann auch Schilf nicht weit entfernt sein. In der Regel schaut es ja bei mir so aus, dass ich von den Leuten eine Eingrenzung für die Tattoos möchte. Da machte auch das Libelle Tattoo keine Ausnahme. Hilfreich sind dabei Bilder. Oder aber auch andere Tattoos. Dabei können es solche sein, die ihnen ungefähr gefallen. Letztendlich mindestens genauso wichtig sind solche, die eben nicht gefallen. Manchmal bekommt man aber auch einfach Schnipsel hingeworfen, und ich darf das dann zusammen basteln.  In dem Fall hatten wir bei Selecta den rechten Arm schon in der Mache gehabt, nun sollte der 2. folgen. Und der sollte sich thematisch an dem ersten orientieren. Leicht und fließend. Gleichzeitig sollte es einen Counterpart darstellen.

Grundgedanken

Was passt besser in ein Libelle Tattoo als Wasser. Also sollte Wasser mit dabei sein. Im Gegensatz zu dem anderen Arm, der Wind beinhaltete. Nun sollte das aber nicht zu dunkel werden, nicht zu drückend. Auch nicht hart, da der andere Arm in seiner Gesamtheit sehr weich und verspielt tätowiert ist. Schilf sollte auch mit einfließen. Eine ganz tolle Idee. Schließlich ergänzt sich das ja im Endeffekt mit Wasser. Darüber hinaus sollte das Hauptmotiv eine Libelle sein. Falls man von einem Hauptmotiv bei einem Tattoo-Sleeve überhaupt so reden kann. Dabei wurde die Libelle in mehreren Ausführungen vorgelegt. Einerseits als das Tierchen selbst. Andererseits als eine stilisierte Form, die in der Malerei der Haida-Indianer ausgeführt war. Nachdem es da einen gewissen emotionalen Bezug gibt war das sozusagen ein Herzenswunsch.

Komposition

Wasser und Wellen, klar, das macht sich mal schnell. Denkste. Schließlich soll es ja auch fließen, und nicht nur irgendwie dahingestellt sein. Nicht dass man sich nachher fragt, was beispielsweise denn typisch japanische Wellen mit den Haida zu tun haben. Die Farbe sollte im Blauen gehalten sein. Dennoch kein klares, knalliges Blau. Somit musste ich das Blau ein wenig „dreckiger“ machen. Ich machte eine Mischung aus Blau mit einer anderen Farbe, die die Grundlage für die Linien des Wasser bildete.  Die restlichen Töne waren Abstufungen davon mit Weiß. Das Schilf habe ich im Ausgleich dazu in Grau / Schwarztönen gestaltet. Um es weich, nachgiebig, aber trotzdem immer wieder in die alte Position federnd darstellen zu können. Denn wer sich mal Schilf oder Gras im Wasser angesehen hat, der sieht die Elastizität, die der Natur und den Pflanzen innewohnt. Sich beugen, ohne zu zerbrechen.

Gegensatz im Tattoo

Um das Ganze nicht zu einfach darzustellen brauchte ich einen Gegensatz im Tattoo. Beispielsweise die sich biegenden Schilfblüten. Einerseits nutzte ich diese am Oberarm  als „Störer“ um den Fluss zu unterbrechen. Dadurch konnte gleichzeitig der darunter liegende Teil offen gehalten werden. Wohingegen das Wasser entlang des Bizeps in einem langen Schwung geführt werden konnte. Andererseits als Auflockerung in der farblichen Deckung. Das Wasser gestaltete als Counterpart in einer dynamischen Form, die sich auf dem Oberarm und dem Unterarm wiederholt. Diese sollte zweierlei Wirkung haben. Einmal eine Art peitschende Bewegung. Dabei trotzdem weich und fließend. Zum zweiten die Schilfhalme mitnehmen und diese als Verlängerung sozusagen aus dem Hintergrund heraus zu katapultieren.

Schatten und Schattenwelt

Der Symbolismus der mit der Libelle verbunden wird ist recht vielfältig. Allerdings ist das wiederum so vielfältig, dass man sich da kaum festlegen kann. Es reicht von Wasser über Erneuerung. Weiterhin Kraft und Wendigkeit. Mithin Flexibilität. Alles Elemente die bereits in den anderen Parts des Tattoos enthalten sind. Somit dachte ich mir dass die beiden verschiedenen Versionen der Libelle sich gegenseitig unterstützen sollten. Einerseits statisch im Hintergrund. In dem Sinne als Essenz gedacht. Somit wurde das Tier Libelle von der Haida-Libelle sozusagen wie durch einen Schatten unterstützt. Nachdem die Malereien der Haida regelmäßig in Schwarz und Rot gehalten sind lag es nur nahe, das zu übernehmen. Gleichzeitig brach ich das Schwarz in ein dunkles Grau auf, um den Teil nicht zu deunkel, zu massiv wirken zu lassen. Im Gegensatz gestaltete ich die Libelle weich, mit farbigen Linien, in Magneta-Orange-Gelb Abstufungen. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, das Gesamtwerk zwar in einem gewissen Kontrast zu halten, aber trotzdem es nicht zu hart und dunkel zu tätowieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chrysantheme Tattoo – Wandlungsphasen Kontrollzyklus

Chrysantheme Tattoo – Wandlungsphasen Kontrollzyklus

 

Tao Tattoo

Wie bekommt man eigentlich eine Philosphie in Bilder umgewandelt? Die Frage musste ich mir selbst stellen. Wie kam ich eigentlich auf die Bilder für dieses Tao Tattoo? Schließlich sollten die Wandlungsphasen der fünf Elemente dargestellt werden. Und zwar auf eine Art und Weise, die nicht aufdringlich sein sollte. Gleichzeitig nicht klischeehaft. Und darüber hinaus auch noch sanft und ineinander spielend. Nur weil der sogenannte Kontrollzyklus der fünf chinesischen Elemente auch Unterdrückungszyklus genannt wird muss das nicht gewaltsam sein.

Wandlungsphasen der 5 Elemente im Unterdrückungs- oder auch Kontrollzyklus

Es hat mich einige Zeit gebraucht, meine Gedankengänge zurück zu erinnern von diesem Fall. Die Aufgabenstellung für dieses Tattoo war damals der Kontrollzyklus, oder auch Unterdrückungszyklus der 5 chinesischen Elemente. Im Gegensatz zu der europäischen Elementephilosophie die auf Wasser, Erde, Feuer und Luft beruht gilt im asiatischen Raum die 5 Elemente Lehre. In dieser gelten Luft, Feuer, Holz, Wasser und Metall. Dabei gibt es zwei Zyklen. Den normalen, nährenden Zyklus. Dabei nährt Wasser das Holz, dieses Das Feuer, dieses wiederum die Erde und di letztendlich das Metall. Und damit schließt sich der Kreis. Gegenteiliges gilt beim Unterdrückungs- oder Kontrollzyklus. Hierbei unterdrückt Feuer Metall, Dieses unterdrückt Holz, das wiederum unterdrückt Erde, welche wiederum Wasser unterdrückt. Daraufhin geht es zurück zum unterdrückten Feuer. Während der erste Zyklus die Form eines Kreises bildet hat der zweite Zyklus die Form eines Pentagramms. Allerdings stellte sich die Frage, wie man ein Pentagramm ansprechend umsetzen könnte ohne als Zeichen aufzutauchen. Das Tao Tattoo sollte aber auch ansprechend wirken, nicht einfach ein Pentagramm mit den Elementen, die sich in der Gegend herumwirbeln.

Darstellungsprobleme von Symboliken

Dementsprechend ging ich für dieses Tattoo ein wenig in die Tiefe. Denn wie kann man Feuer darstellen, wie Metall? Das Feuer dachte ich mir, durch eine Chrysantheme symbolisieren zu können. Durch die Farben, mit den Innen Rot-orange gehaltenen Blätter, und dazu die Gelben Außenseiten käme das einer Flamme recht nahe. Das Holz, naja, das ist recht nahe gelegen, durch die Kirschblüten am Baum. Die Erde wird auch gerne durch ein Yin-Yang dargestellt. In manchen Darstellungen ist sie auch der Mittelpunkt. Aber das Metall, das war dann eigentlich der Dreh und Angelpunkt. Ein Schwert, oder eine Lanze? Zu banal, zu martialisch. Schließlich sollte das Tattoo weich wirken an unserem Karate-Krieger. Und nicht Macho. Und nach ein wenig Nachdenken und Recherche kam ich drauf. Fraglich war, welches Metall symbolisiert werden solle. Letztendlich welches Metall ist neben Eisen das 2. typische „Metall“. Das Metall, nach dem jeder zu streben scheint? Natürlich Gold. Das Symbol für Gold ist die Sonne.

Bezug zu Japan

Nachdem Thomas eh einen Bezug zu Japan hat, war mein Vorschlag warum nicht die japanische Kriegsflagge? Diese stellt die rote Sonne auf weißem Grund dar. Allerdings hat Weiß seine Tücken im Tattoo. Mit der Zeit wird Weiß durch die gelbliche Eigenfarbe der Haut verfälscht. Besonders durch Nachlassen der Intensität vergilbt es mit der Zeit. Nachdem Weiß bei Tätowierungen auf einer größeren Fläche einfach nicht gut ausschaut ließ ich den Hintergrund in hellem Blau erstrahlen, übergehend in Weiß.

Kreislauf des Lebens und der Elemente

Letzten Endes konnte auf diese Weise der Kreislauf des Lebens dargestellt werden. Und so unterdrückt die Blume (Feuer) das Metall (die Sonne im Hintergrund), das dann wieder das Holz zerschneidet. Und wenn ich es richtig zusammen bekommen habe, dann sollte die Erde durch die diversen Clan-Zeichen auf der Fahne symbolisiert werden, die von den Falten unterflossen werden. Wie wenn Wasser drunter laufen würde. Dieses dann wieder über die hintere Blume laufen zu lassen fand ich allerdings too much, also wurde das ausgelassen. Sonst würde das dann doch vom Motiv irgendwann nicht mehr ganz „rund“ wirken. Sondern eher bemüht. Trotzdem konnte somit eine symbolische Sinntiefe erstellt werden. Auch wenn diese auf den ersten Blick effektiv nicht zu sehen ist in diesem schönen japanischen Chrysanthemen, oder vielmehr Tao Tattoo.

 

 

 

 

Kirschblüten Tattoo in Orange mit Wind

Kirschblüten Tattoo in Orange mit Wind

 

Kirschblüten im verspielten Wind herumwehend

Wieso eigentlich mal nicht, warum sollten Kirschblüten in Tattoos denn immer in Pink sein? Kann doch auch mal in Orange gehalten werden…tendenziell habe ich damit mal so gar kein Problem, und dass das Ganze recht weich und unaufdringlich, aber trotzdem nicht gerade klein sein solle, damit auch nicht. Und so haben wir die orangenen Kirschblüten mit dem knorrigen Baum im Hintergrund auf den Arm gesetzt, mit Wind, der mal drüber, mal drunter geht, mit Schattenstellen, mit verwaschenen und verwehten Stellen….alles in Allem ein so find ich, sehr nettes, verspieltes, und trotz seiner Größe sehr unaufdringliches Tattoo, das ich mir immer wieder gerne anschaue.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Roses Tattoo mal wieder

Roses Tattoo mal wieder

 

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist ein Tattoo…

Ich muss sagen, abgedroschen sind Rosen irgendwie immer noch nicht. Auch wenn sie zum Standard gehören…aber wenn an sie auch so arbeiten kann, wie sie ein Bild hergibt, mit unterschiedlichen Nuancen von Rot und Schattenfarben…dann sind sie immer wieder ein kleines Fest.

In den Rosen ist kein einziges Bißchen Schwarz, auch keine Linien, das einzige Schwarz ist im Hintergrund, der zur Unterstützung der Farbe verwendet worden ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Distel mit Blumen-Ornament Tattoo

Distel mit Blumen-Ornament Tattoo

 

Blumen-Tattoos, wie aus dem Buch

Alle Zeitlang wieder blüht es, im Garten Eden…oder so. Und dann sprießt wieder etwas Neues um die Ecke, was soll ich sagen, aus dem Buch heraus. Sabin hat nämlich jedesmal, wenn sie bei mir vorbei kommt wieder ein neues Objekt der Begierde aus dem Phytologiebuch mit sich, um es sich als Tattoo umsetzen zu lassen. Die ersten Sätze damals waren sowas ähnliches wie, ob ich denn sowas überhaupt machen würde, glaub ich auf jeden Fall….und jedes Teil macht wieder aufs Neue Spaß, weil in jedem wieder etwas Neues zu entdecken ist…eine eigene Welt der Farben und Komponenten….und bitte nicht vergessen beim hieluaga: da is nix schwoaz in dera Foab-Gschicht ned, nur a Foab und a anre Foab dazu, dann hastas so wias is

Rosen Tattoo mit Ranken

Rosen Tattoo mit Ranken

 

 

 

 

 

 

 

Roses

Mirita Tattoo forever ;-)

Mirita Tattoo forever ;-)

 

Verspaßte Unendlichkeits 8 Tattoo

Ok, ok, ich muss zugeben, das als Cover-up zu  bezeichnen ist schon arg dreist. Andererseits, was Miri bei dem Tätowierer zu hören bekam, dessen Gast/ Schüler / Whatthefucksoever ihr die Unendlichkeitsacht und die Buchstaben darumrum so richtig schon verlaufen gestochen hatte, …das war auch dreist genug ihr die Kinnlade herunter fallen zu lassen: Sie solle sich doch den Tätowierer genauer ansehen, bei dem sie sich was machen lasse. Hut ab, vor so viel Selbstreflexion…

Ich habe die 8 wieder einigermaßen scharf umrandet, dort noch ein wenig helles Mintgrün hinzugefügt, um die ausgefransten Ränder etwas einzufassen und das Schwarz nicht noch dicker zu machen, und dann wurden halt die Blumen und der Wind hinzugefügt…hat sehr viel Spaß gemacht…Bei den Buchstaben ging allerdings nichts mehr zu retten, es sein denn ich hätte schwarze Bommeln draus gemacht.