Nautilus Katzen Tattoo

Nautilus Katzen Tattoo

Denkmal in Spirale: Die Unvergänglichkeit der Form

„Durch die Verbindung von Tommys Wesen mit der Geometrie der Nautilus-Schnecke entstand mehr als nur ein Porträt – es ist ein mathematisch-ästhetisches Denkmal, das die Liebe zu einem treuen Begleiter für immer unter die Haut bringt.“

— Raul Beyer, Hits for Life Tattoo München

Nautilus Katzen Tattoo: Eine lebendige Erinnerung an Tommy

Die tiefe Verbundenheit zu unseren Haustieren

Die Liebe zu Haustieren ist bekanntlich ausgeprägt. Als treue Begleiter und liebenswerte Zeitgenossen schaffen sie es, einen von den alltäglichen Themen und Problemen abzulenken. Selbst wenn sie manchmal selbst zu Themen werden, so gibt es doch einen Grund, warum sie da sind. Man liebt sie einfach. Und dementsprechend ist es umso schmerzhafter, wenn sie irgendwann mal dann weg sind und eine Leere hinterlassen. So kommt es manchmal vor, dass diese Leere durch ein Tattoo des geliebten Haustieres ausgeglichen wird. Ob es ist, um der verblassenden Erinnerung entgegenzutreten, oder um das Haustier zu ehren, das muss ich jeder selbst überlegen. Auf jeden Fall, das kann keiner bestreiten, wird damit auf jeden Fall ein Denkmal gesetzt, Liebe geht dabei unter die Haut.

Der Moment der Motivwerdung

Der Wunsch nach einem Tattoo bestand schon seit geraumer Zeit, lediglich das Motiv war nie ausgereift. Aber ich denke, durch die Art und Weise, wie mir Simone von Tommy erzählte, war der Gedanken an ein Nautilus Katzen Tattoo schon die ganze Zeit subtil im Metaraum gestanden. Erst als es zu dem Tod des Katers Tommy kam, waren Moment und Motiv ins Greifbare gerückt. Der Ort auf dem Schulterblatt hielt eine interessante Möglichkeit zur Ausgestaltung bereit. Die Form der Muskulatur, das Schulterblatt selbst eröffnete Optionen. Ob sich Simone dieses Ergebnis vorgestellt hat? Wohl eher nicht. Aber die Fotos von Tommy und ihre Beschreibung seines Wesens und seiner Zeichnungen gaben eine gewisse Richtung vor.

Die Inspiration der Nautilus-Spirale

Tommy hatte durch seine Zeichnung, besonders wenn er eingerollt war, bei Simone oftmals den Gedanken erweckt, es handele sich doch eigentlich um eine Nautilus-Schnecke und nicht um einen Kater. Mit einem Lachen der Erinnerung wurde mir diese Besonderheit mitgeteilt, dass es sich in meinem Kopf auch gleich gemütlich machte. Und tatsächlich, die Ähnlichkeit war unverkennbar. Nachdem ich verschiedene Fotos von Tommy, aus verschiedenen Perspektiven, vorgelegt bekommen hatte, zusammen mit der Nautilus-Impression, stand ich natürlich vor einem Dilemma. Das Gesicht, das konnte man nicht unterschlagen. Gesichtslose Katzen will Frau nicht als Erinnerung. Andererseits war die spezifische Zeichnung im Wesentlichen auf dem Rücken, besonders von oben und leicht hinten gesehen trat sie ganz eigen hervor.

Die nautische Geometrie in der Tierdarstellung

Mathematische Faszination und gestalterische Suche

Die Nautilus Thematik ließ mich auch nicht los. Die Art und Weise, wie Nautilus Schnecken aufgebaut sind, mit ihren vernetzenden Segmenten ist einfach von einer Faszination, so dass diese Tiere nicht umsonst ihren Einzug in Kunst Mathematik und Symbolismus gefunden haben. Nicht umsonst, denn die Form des Kalkgehäuses spiegelt eine logarithmische Spirale wieder. Nachdem ich wieder einmal umfangreiche Recherchen betrieben hatte, kam ich zuerst auf den Gedanken, Tommy wie eine Schnecke aus dem Gehäuse heraus kommen zu lassen. Ich verwarf den Gedanken wieder. Er hatte zwar einen gewissen Reiz, allerdings eher etwas für ein Horrorkabinett der Kuriositäten. Nicht die richtige Form der Erinnerung. Somit entschied ich, eine dreigeteilte Version vorzuschlagen, sozusagen aus allen drei Welten das Beste.

Die technische Umsetzung der dreigeteilten Vision

Ich konnte mit der Nautilusschnecke einen dunklen Hintergrund für Tommy aufbauen, sein Gesicht zeigen, und ihn dazu noch mit seiner Zeichnung von oben leicht hinten darstellen. Hierbei nutzte ich eine Fortführung der Rückenzeichnung noch als Stilmittel, um den Kopf mit einem zusätzlichen Kontrast zu hinterlegen, indem ich die Einkerbung von Kopf zu Ohren in einer Spiralform auf den seitlich liegenden Kater weiterführte. Und den Namen Tommy mit einzubauen bot sich einfach wundervoll an. Denn was soll man machen, wenn das Tier, bei Draufsicht, seine Musterung bis zur Augenbrauenkante trägt und einen das eigentlich des Kontrastes berauben würde? Es braucht einfach eine Lichtkante, Realismus hin oder her.

Das finale Nautilus Katzen Tattoo: Ein herzerweichendes Denkmal

Also integrierte ich den Namen Tommy in Schreibschrift, mit dem Bogen des y als Unterstrich ausformuliert, um eine real nicht existierende Lichtkante zu schaffen und hiermit eine Trennung und Abstand zwischen den zwei realistisch ausgearbeiteten Versionen von Tommy zu erreichen. Die Tochter von Simone war definitiv von dem ersten Moment an verliebt in das Tattoo, ich hörte nur ein herzerweichendes „Tommy“. Das fertige Werk auf dem Schulterblatt verbindet nun die anatomische Form des Körpers mit der geometrischen Perfektion der Natur und der emotionalen Bindung an ein geliebtes Wesen. Es ist mehr als ein Porträt; es ist eine künstlerische Interpretation eines Charakters, der durch die nautische Symbolik eine unvergängliche, fast mathematische Eleganz erhalten hat. Wenn du wissen willst, wie mathematische Ordnung und maritimes Leben auch auf dem Brustkorb fusionieren können, das zeigt das Brust Tentakel Mandala Tattoo.

★★★★★

"Raul hat sehr kreativ und einfühlsam eine echte Erinnerung an meinen Kater Tommy geschaffen. So bleibt er mein Leben lang bei mir. Raul hat sich viel Zeit genommen, bis das Tattoo genau meinen Vorstellungen entsprach. Die Maserung meiner geliebten kleinen bayerisch Fellschnecke ist so gut geworden... Bei Raul ist man allerbesten aufgehoben und er hat einen ziemlich guten Musikgeschmack 😃!"

— Simone Schugens Local Guide • Google Rezension

Zusammenfassung: Technik und Symbolik – Nautilus Katzen Tattoo

  • Stilistik & Design: Kombination aus Realismus (Katzenporträt) und mathematischer Geometrie (logarithmische Nautilus-Spirale).

  • Anatomische Integration: Platzierung auf dem Schulterblatt; Nutzung der Knochenstruktur und Muskulatur zur Unterstützung der spiralförmigen Dynamik.

  • Symbolik: Ehrung des verstorbenen Katers Tommy; Verbindung seines charakteristischen Ruhezustands („eingerollt“) mit dem Kalkgehäuse der Nautilus.

  • Kreative Lösung: Dreigeteilte Komposition zur gleichzeitigen Darstellung von Gesicht, Rückenzeichnung und nautischer Struktur.

  • Handwerkliche Finesse: Schaffung einer künstlichen Lichtkante durch den Namenszug „Tommy“ in Schreibschrift zur Kontraststeigerung im Gesichtsbereich.

  • Projekt-Historie: Emotionales Gedenktattoo für Simone; Überführung einer subtilen Beobachtung in eine bleibende, künstlerische Erinnerung.

F.A.Q. – Gedenktattoos und spiralförmige Designs

Wie integriert man den Namen des Haustieres am besten in ein Tattoo? Ein Name sollte nie wie ein Fremdkörper wirken. In diesem Projekt wurde der Schriftzug als funktionale Lichtkante genutzt. Der Bogen des Buchstabens „y“ dient als optische Trennung zwischen verschiedenen Bildelementen und verbessert so die Lesbarkeit des realistischen Porträts.

Was macht die Nautilus-Spirale für Tattoos so interessant? Die Nautilus-Schnecke folgt der logarithmischen Spirale, die in der Natur oft als Symbol für Wachstum und Unendlichkeit gilt. In der Biomechanik und im Realismus hilft diese Form, starre Bildbereiche aufzubrechen und eine fließende Bewegung auf der Muskulatur zu erzeugen.

Warum ist die Platzierung auf dem Schulterblatt ideal für dieses Motiv? Das Schulterblatt bietet eine gewölbte Oberfläche, die sich hervorragend für kreisförmige oder spiralförmige Motive eignet. Bei Bewegung des Arms verändert sich die Spannung der Haut leicht, was der Nautilus-Schnecke und dem Kater eine zusätzliche, lebendige Dynamik verleiht.

Nautilus Katzen Tattoo, Realistisches Katzen-Tattoo kombiniert mit einer Nautilus-Schnecke und Namenszug Tommy auf dem Schulterblatt von Raul Beyer, München

 

 

 

 

 

 

Grinsekatze Tattoo

Grinsekatze Tattoo

Grinsekatze Tattoo

Bekanntlich leben ja Totgeglaubte länger. Selbst wenn sie in dem Sinne nicht totgeglaubt sind. Sondern einfach nur, nun ja, nicht mehr da, auf jeden Fall nicht mehr in München. Und dann steht da jemand vor dir, schaut dich an wie die Grinskatze aus Alice im Wunderland und will mal wieder ein Tattoo. Nach, wie langer Zeit? 18 Jahre? Es scheint tatsächlich achtzehn Jahre her zu sein, dass wir damals mit diesem Cover-up Tattoo angefangen haben. Und es nicht fertig gemacht haben. Warum eigentlich?

Was zu Hölle

Was zur Hölle habe ich mir dabei damals gedacht. Es sprudelt aus mir heraus, laut, herzerfrischend. Lag mir auf der Zunge. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Ja, das denke sie sich auch, vor allem weil sie ja eigentlich gar keine Blumen möge. Irgendwie ist die Grinsekatze nicht in den Sack zu bekommen. Wir grienen uns an. Mal ehrlich, nach achtzehn Jahren fällt es einem echt schwer, sich an die grundlegenden Motive für eine Arbeit zu erinnern. Es sollte nämlich damals schon eine Überdeckung werden, das jetzt zu wiederholende Cover-up Tattoo. Ich weiß nur noch, dass der Drache von Sick of it all mit am Start war und eigentlich das Ende nicht mehr sehen sollte. Eben Cover-up Tattoo. Und dann kam wohl… .

Das Leben ist das was passiert

Das Leben ist das was passiert, während du andere Pläne machst. Es kam wohl ganz massiv das Leben dazwischen. Raus aus München. Der Liebe nach? Auf jeden Fall Studium. Nicht in München eben. Und dann noch eine Studium. Biologie war dann doch wohl nicht so die Wahl, die der Arbeitsmarkt belohnt. Forschung hauptsächlich. Brotlose Kunst in dem Sinne. Ok, Katzen sind da auch mit am Start. Letztendlich keine Grinsekatze. Vor allem selten lebende. Was zur Hölle haben wir uns dabei gedacht?

Grinsekatze als Cover-up

Ich bekomme mehrere Bilder der Grinsekatze präsentiert. Miau. und die Farben dieser Bilder sind echt hübsch. Denn das alte Tattoo hat bereits ein wenig türkis mit reingepackt bekommen. Jetzt muss ich allerdings sagen, dass eine Überdeckung als Ganzes nicht wirklich in Frage kommt. Was auch immer wir uns dabei gedacht haben, damals, wir habe es auf jeden Fall ernst gemeint. Letztendlich haben wir mal etwas kräftige Linien gemacht. Da tut auch die Zeit keinen Abbruch. Die sind immer noch kräftig. Allerdings sind ein paar der Linien dann eben wohl noch nicht fertig gewesen. Und die müssen jetzt dran glauben.

Drüber und drunter

Es geht bei diesem Cover-up Tattoo im wahrsten Sinne drüber und drunter. Es sind ein paar alte Elemente übrig geblieben. Die zu überdecken wäre mal etwas sportlich. Und auch unnötig. Denn die kann mna ohne Probleme einbauen, mit etwas neuerem Stil aufpeppen. Und dadurch die Überdeckung etwas auflockern. Es soll ja nicht zu dunkel werden. Aus dem Grund nehme ich als Grundfarben Türkis und Lila. Das mit etwas Farbenmagie versehen, und schon habe ich ein Grau, das diese beiden Farben mit zum Inhalt hat. Und deswegen sich auch mit ihnen wunderbar verträgt. Und zum Schluss in diesem Grinsekatze Tattoo. We´re all Miau here. Mad kann ja jeder.

 

 

Cover-up Blumen Tattoo hits for life it for life tattoo münchen munich taufkirchen
Cover-up Blumen Tattoo hits for life it for life tattoo münchen munich taufkirchen Grinsekatze Überdeckung<br />

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mumie Horror Tattoo

Mumie Horror Tattoo

Mumie Horror Tattoo

Stell dir vor, du bist in einer Grabkammer, am besten tief unter der Erde und muffig (Horror) und das in Laken gewundene Skelett fangt an zu leben (Horror hoch zwei). Kommt das nicht in dem Sinne an ein Alien ran, das die Crew im Weltraum abslasht? Also, so schön ohne Möglichkeit der Flucht. Obwohl es ja nicht so wäre, als ob das Alien langsam war. Da ist Gedanke der Flucht wohl etwas abwegig. Die Mumie als Horror Tattoo zu verewigen war eigentlich eine längere Geburt.

Tattoo Pause und A.C.A.B

Eine Tattoo Pause ist eine Sache, die sich bei Tätowierten durchaus mal einstellt. Die kann mal auch entspannte 18 Jahre oder so dauern. In diesem Fall war es nicht ganz so lange. Und es stellte sich als erstes einmal die Frage, wie man denn den Bauch mit einem gepflegten A.C.A.B. verschönern könne. Für den der es nicht weiß. A.C.A.B. ist eine Formulierung, die durchaus dem einen oder anderen in der Vergangenheit juristischen Ärger gebracht hat. Schließlich steht A.C.A.B. dem Eingeweihten für „all Cops are Bastards“. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes durchaus eine Frage der Meinungsfreiheit, solange es sich nicht um eine Beleidigung oder Kollektiv-Beleidigung handelt. „Die Parole „A.C.A.B.“ ist nicht von vornherein offensichtlich inhaltlos, sondern bringt eine allgemeine Ablehnung der Polizei und ein Abgrenzungsbedürfnis gegenüber der staatlichen Ordnungsmacht zum Ausdruck. Es handelt sich um eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG.“ Einige Tattoo Cover-ups wären nicht zustande gekommen, wäre diese Rechtslage schon früher bekannt gewesen.

Vom Hund zum Knochen

Eigentlich ist es nur naheliegend, dass es vom Hund zum Knochen nicht weit ist. Doch erst einmal fragt es sich, wie wir auf den Hund gekommen sind. Der Hund war in dem Fall eine American Pitbull. Und der wiederum ist das Logo für einen Sportverein, Schwerpunkt Gewichtheben. Denn das war eigentlich der ursprüngliche Gedanke für das Tattoo auf der rechten Brust. Nun gab es halt dann das Dilemma. Einerseits sollte da durchaus noch das ein oder andere Tattoo in der Zukunft entstehen. Andererseits war dieser Pitpull durch die Form des Logos nicht so ganz das optimale. Weiterhin war da doch das Alien. Ich habe versucht, den Pitbull in eine Form zu bringen, die sich der des Alien Tattoos anpasst. Aber irgendwie sind wir da nicht so ganz auf den Punkt gekommen. Das ist leider das Problem, wenn man verschiedene Elemente unter einen Hut bringen will. Irgendwo ist immer eine kleine Ecke.

Mumien Tattoo

Und schließlich kam es dazu, dass sich die Lösung abzeichnete. Wenn schon Horror auf der einen Seite in das Alien Tattoo mit hineingeflossen war, warum dann nicht auf die andere Seite auch ein Horrorfilm-Element verwenden. Die Mumie war da recht naheliegend. Letztendlich ist es wichtig, bei den Körperfluss bestimmenden Tattoos eine gewisse Gleichseitigkeit, will heißen Spiegelung zu berücksichtigen. Denn nachdem sich die Tattoos an der Körperdynamik orientieren sollte man das nicht einseitig gestalten. Das kann man machen, wenn man ein Tattoo von Anfang an als eigenständig aufbaut. Dementsprechend wurde die Mumie im Großen und Ganzen in den Grenzen des Aliens gefertigt. Allerdings ist das Problem, eine Seitenansicht zu einer dreiviertel Ansicht umzuwandeln nicht von der Hand zu weisen.

Katze auf der Schulter

Was mit der Ansicht daher kam war natürlich auch, dass es sich bei dem Alien Tattoo um einen der Form nach länglichen Körper handelt. Das kann man von einer Mumie nicht so unbedingt sagen. Schließlich musste da noch etwas drüber. Für Anubis, den Totengott war der Platz leider nicht optimal. zu schmal ist seine Schnauze, zu hoch die Form des Kopfes. Besonders die Ohren. Und was mögen die Ägypter seit Gedenken am Liebsten? Katzen. Göttlich. Und oftmals als Grabbeigabe und als Mumie den Toten beigefügt. Also, ran an die Katz. Nacktkatze um genauer zu sein. Als Mumie, etwas zerfressen.

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München Schrift Tattoo

München Schrift Tattoo

 

München Schrift Tattoo

Ein Tattoo mit Schrift München auf einem breiten Buckel. Und sonst ist Nichts dahinter? Reicht die Schrift München nicht als klare Aussage für ein Tattoo? Mia san mia, das ist ja in München der Standard Ausspruch. Somit ist es ein klares Bekenntnis zu seiner Herkunft. Der Herkunft aus München.

Differenzierte Ausarbeitung

Allerdings braucht ein breiter Buckel auch eine differenzierte Ausarbeitung. Besonders wenn es um ein München Schrift Tattoo handelt. Schließlich ist es nicht einfach damit getan, so eine Schrift einfach nur in Schwarz zu gestalten. Letztendlich hat reines Schwarz auch seine Tücken. Diese bestehen darin, dass Schwarz wie jede andere Farbe auch zeitlichen Einflüssen unterworfen ist. Das betrifft die normale Alterung als auch natürlich Sonneneinstrahlung. Und da ist nicht zu vernachlässigen. Ferner ist es immer schwierig Farbe, egal ob Schwarz oder andere Farbe, deckend zu arbeiten. Die Haut hat da ein Wörtchen mit zu reden. Und die Haut ist nicht an allen Stellen gleich. Teilweise schwillt sie durch unterschiedliche Durchblutung unterschiedlich schnell und stark an. Somit kann man zwar wollen aber nicht können. 

Schwarz-Grau

Eine mögliche Lösung ist es ein so großes Tattoo in Schwarz-Grau zu arbeiten. Dadurch komt man in den Genuß klarer Vorteile. Sind Stellen in Schwarz nicht 100 % ig dicht gearbeitet so macht sich das bemerkbar. Zum Verständnis vergleiche ich das gerne mit DPI. DPI ist die Abkürzung für Dots per Inch, also Punkte pro Inch. Für den Druck ist eine Deckung von 300 DPI notwendig, damit es deckend erscheint. Für die Webanzeige werden 72 DPI verwendet. Einfach weil die Farbe durch den Bildschirm hinterleuchtet wird. Gegenteilig kommt beim Druck das Licht von außen, wahlweise von außen. Und das Licht spielt auf der Haut gerne Billard. Bandenspiel nenne ich das verallgemeinernd.

Hautaufbau

Der Aufbau der Haut besteht aus Schichten. Die äußerste Schicht besteht aus Hautschuppen. Ein paar von denen sind nicht mehr ganz so dabei. Dementsprechend handelt es sich um matte Elemente. Und diese Hautschuppen haben Kanten. Weiterhin sind da noch Falten. Nehmen wir also der Einfachheit halber an, dass es sich um Berge und Täler handelt. Und diese Berge und Täler reflektieren das Licht. Je nachdem, wie das Licht fällt hat es also die Möglichkeit an einigen Bergen und Tälern abgelenkt zu werden, durch Bandenspiel. Letztendlich fällt es dann wieder in das Auge und wird dort wahrgenommen. Hat es dabei den „falschen“ Winkel und sind die DPI nicht gleichmäßig kommt gerne mal eine Spektralverschiebung ein. Das kann man dadurch umgehen, dass man das Ganze etwas breiter aufstellt. Will hießen, wie hier, nicht nur Schwarze Teile sondern auch graue Teile verwendet. Somit bleibt das Tattoo auf Dauer in sich stimmiger.

Don´t Throw Rocks on Yesterday Trash-Tattoo

Don´t Throw Rocks on Yesterday Trash-Tattoo

 

"Tattoos sind die Sagen unseres Lebens. 'Don’t throw rocks on yesterday' erinnert uns daran, dass jede getrocknete Nelke einmal frisch war – und dass die Zeit zwar Wunden heilt, aber die Narben in Geometrie und Tinte verwandelt werden dürfen." — Roald Beyer über Abschied, Zeit und Trash-Symbolik

Don’t throw rocks on yesterday: Ein Trash Tattoo als Lebensgeschichte

Der Reminder auf der Haut: Tattoos als Sagen

„Don’t throw rocks on yesterday“ – das ist nicht nur ein starker Spruch für ein Trash Tattoo, sondern ein gewaltiger Reminder, sich im täglichen Leben genau daran zu halten. Tattoos sind weit mehr als nur Tinte unter der Haut; sie sind Geschichten. Manchmal sind es gewaltige Sagen, bisweilen sind es „nur“ leise Erzählungen von der Liebe und vom Schmerz. Eigentlich hätte bei diesem Projekt auch noch der Satz „It started with a Kiss“ dabei stehen müssen. Das lässt sich zwar über viele Dinge im Leben sagen, doch jede Geschichte verläuft letztendlich anders, mal mehr und mal weniger schmerzhaft für die Beteiligten.

Der emotionale Kern: Ein Brief und eine Nelke

In diesem speziellen Fall der Geschichte des Trash Tattoo endete die Erzählung mit einer Nelke und einem Brief. Das ist sicher nicht immer der Regelfall, aber das, was zwischen dem hoffnungsvollen Anfang und dem endgültigen Ende passiert ist, war für den Träger wohl von unschätzbarem Wert. Genau deshalb war die Sentenz „Don’t throw rocks on yesterday“ die einzig passende Wahl für dieses Tattoo. Es geht darum, das Vergangene zu ehren, statt es nachträglich zu verdammen. Das Tattoo fungiert hier als konservierter Moment einer emotionalen Reise, die den Träger nachhaltig geprägt hat und nun einen festen Platz an seinem Körper findet.

Symbolik aus Fernost: Geometrie und Relikte

Ich bekam für den Entwurf einen ganz besonderen Brief überreicht. Es war „der“ Brief – abgestempelt in Fernost während einer weiten Auslandsreise. Dieser Brief sollte das Zentrum bilden, ergänzt durch diverse geometrische Muster. Die tiefe Symbolik der Geometrie habe ich dabei gar nicht hinterfragt; sie dienten als Rahmen für die harten Fakten. Die Nelke war ursprünglich Inhalt dieses Briefes, allerdings in getrocknetem Zustand. Vor dem Hintergrund des Spruches schlug ich vor, die Nelke in zwei Zuständen darzustellen: Einmal in voller, frischer Blüte und einmal als vertrocknetes Relikt, das den Lauf der Zeit symbolisiert.

Die Uhr als Zeichen der Heilung

Infolgedessen war es nur konsequent, eine Uhr in das Design einzubringen. Sie steht als unerbittliches Zeichen für die verflossene Zeit zwischen der frischen und der vertrockneten Blume. Gleichzeitig trägt die Uhr die Hoffnung in sich, dass die Zeit am Ende alle Wunden heilt. Der Brief passte rein von der Form her hervorragend hinter die grafischen Zeichen des Trash-Styles. Da mit diesem Brief jedoch auch der Moment des „emotionalen Todes“ dieser Geschichte verbunden war, war die Integration eines Totenkopfes nur die logische und konsequente Fortführung des narrativen Fadens innerhalb der Komposition, ganz Trash Tattoo.

Schatten der Erinnerung: Das Verblassen

Als Symbol für die unaufhaltsam verblassende Erinnerung schlug ich vor, einen zweiten Totenkopf hinter den ersten zu setzen. Dieser sollte fast schemenhaft hinter den Ziffern der Uhr platziert werden – sozusagen als Schatten einer Erinnerung, die langsam im Nebel der Zeit verschwindet. Die Idee war, dass die Schädel verschiedene Stadien des Vergessens darstellen. Einer dient als präsente Grundlage für die Uhrzeiger, während der andere verblasst im Hintergrund verschwindet. Das erzeugt eine visuelle Tiefe, die den Betrachter dazu einlädt, über die Vergänglichkeit von Momenten und Gefühlen nachzudenken, die einst alles bedeuteten.

Weltweite Spuren: Von Fernost zum Innenarm

Schließlich kam mir die Idee, hinter die Schädel noch eine Weltkarte anzusetzen. Da der Brief aus einer fernen Ecke der Welt stammte, bildete die Karte den geografischen Kontext für die emotionale Reise in diesem Trash Tattoo. In der Folge wurde das ursprüngliche Tattoo-Konzept immer wieder ein Stück erweitert. So fand eine Windrose ihren Platz am Innenarm, um die Orientierungslosigkeit oder die Suche nach neuen Wegen zu symbolisieren. Ferner kam noch eine Schildkröte hinzu, ebenfalls am Innenarm platziert, die vielleicht für Beständigkeit und ein langsames, aber stetiges Vorankommen steht, egal wie schwer das Gepäck der Vergangenheit auch sein mag.

Abschluss auf der Brust: Banksy-Adaptionen

Um das Gesamtbild abzurunden, dehnten wir die Motive schließlich bis auf die Brust aus. Hier wählten wir Motive des Künstlers Banksy, die wir jedoch etwas angepasst und modifiziert haben, um sie nahtlos in den Trash-Stil des Arms zu integrieren. Diese gesellschaftskritischen und oft melancholischen Motive passen perfekt zur Grundstimmung des Projekts. Das fertige Werk ist nun eine komplexe Collage aus Geometrie, Anatomie und persönlichen Relikten. Es ist ein Mahnmal gegen das Vergessen, aber vor allem ein Versprechen an sich selbst, die Steine der Reue nicht auf das Gestern zu werfen.

Zusammenfassung: Technik und Symbolik – Trash Tattoo

  • Stilistik & Genre: Modernes Trash Tattoo (inspiriert von Trash Polka); Kombination aus realistischen Elementen, Typografie und harter Geometrie.

  • Zentrale Motive: Ein realer Brief aus Fernost, eine Nelke in zwei Stadien (frisch/getrocknet) und eine Uhr als Symbol für den Zeitfluss.

  • Anatomie & Schatten: Einsatz von zwei Totenköpfen; einer als plastischer Fokus, der zweite als „Schatten der Erinnerung“ im Hintergrund der Uhr.

  • Erweiterungen: Integration einer Weltkarte, einer Windrose und einer Schildkröte am Innenarm zur Darstellung einer geografischen und emotionalen Reise.

  • Künstlerische Referenzen: Modifizierte Motive von Banksy auf der Brust als stilistischer Abschluss des Projekts.

  • Farbtheorie: Klassisches Schwarz-Rot-Schema des Trash-Styles, um aggressive Kontraste und emotionale Signalwirkung zu erzeugen.

  • Narrative Struktur: Das Tattoo fungiert als geschlossene Erzählung über den „emotionalen Tod“ einer Beziehung und die anschließende Heilung durch Zeit.

 

 

 

 

 

Prinzessin auf der Krone

Prinzessin auf der Krone

 

Prinzessin Löwin auf der Einsicht

Ich bin was ich bin…I am what I am. Das kann ich ja noch durchgehen lassen, soweit bin ich auch bereit noch mein Englisch mit einfließen zu lassen…Aber bei der Übersetzung von “ die einen kennen mich, die anderen können mich “ ins Englische, da musste ich dann leider doch sagen “ sach ma, spinnste? das kannste doch nicht machen…das schaut doch doof aus…“ ( oder so ähnlich).

Der Spruch stammt von Konrad Adenauer und den ins Englische für ein Trash Tattoo zu übersetzen, das kam mir nicht ganz logisch vor. Also haben wir ihn dann so gelassen. Und bei dem Rest, dem Zeichen des Löwen und der Krone, hin und her geschoben.

Und gaaaaanz wichtig! Pink! Jawollja, machma, schöne Frau, zu Befehl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trash Skull- Rabe “ Gegen das Schicksal bist du machtlos“

Trash Skull- Rabe “ Gegen das Schicksal bist du machtlos“

Memento Mori & Trash-Stil

„Gegen das Schicksal bist du machtlos. Ein Memento Mori, das den Sinnspruch aus dem Korsett starrer Banner befreit und ihn frei fließen lässt – dorthin, wo das Ende in der Flucht bereits wartet.“

— Raul Beyer über die Macht des Schicksals

Trash Skull Rabe Tattoo: Gegen das Schicksal bist du machtlos

Die Philosophie der Unausweichlichkeit

Gegen das Schicksal bist du machtlos. Das ist eine Erkenntnis, die im Leben wohl jeden trifft – mal früher, mal später. Und ohne den tieferen Hintergrund zu erfragen: Marco macht mir nicht den Eindruck, dass er resigniert oder den Kopf in den Sand steckt. Er macht mir eher den Eindruck, als wolle er sich durch diesen markanten Sinnspruch motivieren, sich die Übermacht des Schicksals immer wieder aktiv in Erinnerung zu rufen. Es ist ein Zeichen der Demut vor dem Unausweichlichen. Im Sinne der klassischen Memento Mori Tradition wurde hier ein riesiger, überdimensionierter Totenkopf auf dem linken Brustbogen bis zur Achsel platziert, davor ein Rabe, der als Grenzgänger zwischen den Welten fungiert.

Die Befreiung des Sinnspruchs im Trash-Stil

Man kann einiges über den Trash-Stil sagen. In jedem Fall hat er die Integration von Sinnsprüchen in der Tattoo-Welt wieder absolut vertretbar gemacht. Wo früher für solche Sprüche fast ausschließlich starre Banner als Untergrund verwendet wurden – eine Sache, die man elementar noch heute im Old-School oder Neo-Traditional sieht –, da sind die Sprüche ab dem „Trash-Moment“ frei fließend gestaltbar. Welcher Form sie dabei folgen, bleibt vollkommen dem Zusammenspiel zwischen Kunde und Tätowierer überlassen. Der Text wird hier nicht mehr in ein Korsett gezwängt, sondern wird selbst zu einem grafischen Element, das die Dynamik des Körpers und der Komposition unterstützt, statt sie durch plumpe Rahmen zu unterbrechen.

Raum für Perspektive und Fluchtlinien

Die Fläche für dieses Trash Skull Rabe Tattoo ist traumhaft verschwenderisch angesetzt, was dem Motiv die nötige Luft zum Atmen gibt. Sehr viel Fläche wurde lediglich in hellem Grau schattiert, wobei Strahlen von der linken Schulter quer über die Brust auf die andere Seite führen. Man könnte diese Linienführung als sonnenmäßig oder strahlenmäßig beschreiben. Man könnte aber auch sagen – besonders in direktem Zusammenhang mit dem Spruch –, dass es eine Perspektive ist, mit dem Ende in der fernen Flucht, weit außerhalb des aktuellen Fokus. Es ist ein Blick auf das Ziel, das noch fernab liegt, aber trotzdem unaufhaltsam am Ende der Straße auf uns wartet, egal wie wir uns winden.

Individualismus statt Standard-Biomechanik

Das fertige Teil ist im wahrsten Sinne ein „In-your-face“-Ding von Marco. Er wollte ein Statement setzen, das keine Fragen offen lässt. Nachdem sein Arm bereits eine mühevolle und sehr liebevolle Überdeckung (Cover-up) von einem total verhunzten Biomechanik-Tattoo war, kam er als Nächstes mit dem festen Gedanken zu mir, etwas Trashiges auf der Brust haben zu wollen. Man könnte das nun als radikalen Stilbruch bezeichnen, wenn man in starren Schubladen denkt. Man könnte aber auch sagen: Das ist purer Individualismus. Marco bricht mit den Erwartungen und wählt einen Weg, der seine eigene Geschichte und seine persönliche Entwicklung widerspiegelt, statt sich einem einzigen, vorgegebenen Stil unterzuordnen.

Der Rabe als missverstandenes Symbol

Der Rabe ist ja für viele Zeitgenossen ein eher düsteres Symbol. Nicht umsonst wird er im Volksmund oft als Galgenvogel betitelt. Dabei sind Raben in der Realität äußerst intelligente und auch sehr verspielte Vögel mit einer faszinierenden Sozialstruktur. Wer einmal ein Video von einem Raben gesehen hat, der sich partout nicht von einem Scheibenwischer abschütteln lässt, weiß, dass diese Tiere den Tag retten können. Auf jeden Fall wollte Marco diesen Raben unbedingt in das Gesamtbild eingebaut bekommen. Und selbst wenn ich kunsttheoretisch damit argumentieren könnte, dass der Rabe dem Totenschädel in direkte Konkurrenz tritt oder ihm die Schau stiehlt, weil schlicht nicht genug Platz vorhanden scheint, so ist das zweitrangig.

Die Entstehung des Konzepts

Es liegt nicht an mir zu sagen: „Nein, das machen wir nicht“, nur weil es ein vermeintlicher Stilbruch wäre. Im Gegenteil: Ich habe mir aufmerksam angehört, was die einzelnen Wunsch-Komponenten sein sollten, und meinte am Schluss nur trocken: „Und was ist mit einem klugen Sinnspruch?“ Damit hatte ich ihn tatsächlich überrascht, er hatte doch tatsächlich keinen passenden Satz auf Lager. Bis die endgültige Zeichnung im Konzept stand, wurde der Spruch dann aber glücklicherweise überbracht und kurzerhand noch in das Design eingefügt. Einen Platzhalter dafür hatte ich ja vorsorglich bereits gelassen, da ein Trash-Tattoo dieser Größenordnung ohne typografisches Element fast schon unvollständig gewirkt hätte.

Die Auflösung der visuellen Konkurrenz

Um die vorher bereits angesprochenen Konkurrenzen zwischen dem Raben und dem massiven Totenkopf aufzulösen, musste eine grafische Lösung her. Denn ich kann halt dann doch nicht ganz aus meiner Haut: Zu viel verschwendeter Platz oder ein visuelles Chaos muss nicht sein. Deswegen haben wir den Flügel von dem Raben elegant in der einen Augenhöhle des Schädels verschwinden lassen. Dunkel gesellt sich hier zu Dunkel. Diese Verschmelzung sorgt dafür, dass beide Motive trotz ihrer Dominanz nebeneinander existieren können, ohne sich gegenseitig zu erschlagen. Es entsteht eine düstere Harmonie, die den Betrachter zwingt, genauer hinzusehen, um die Grenzen der einzelnen Elemente zu entdecken.

2. Zusammenfassung: Individualismus auf der Brust

  • Das Motiv: Ein monumentaler Totenkopf, kombiniert mit einem Raben, der symbolisch als Grenzgänger agiert.

  • Der Stil: Reiner Trash-Stil, der sich durch den Verzicht auf traditionelle Banner auszeichnet und Typografie als freies, grafisches Element nutzt.

  • Die Komposition: Strahlenförmige, hellgraue Schattierungen erzeugen eine Fluchtpunkt-Perspektive, die das Thema Schicksal und Endlichkeit visuell untermauert.

  • Technische Lösung: Um visuelle Konkurrenz zu vermeiden, verschmilzt der Rabenflügel mit der Augenhöhle des Schädels – eine platzsparende und düstere Symbiose.

  • Der Hintergrund: Ein konsequenter Stilbruch nach einem aufwendigen Biomechanik-Cover-up am Arm, der Marcos Weg zum absoluten Individualismus markiert.

3. F.A.Q. (Häufig gestellte Fragen)

Was bedeutet „Trash-Stil“ im Zusammenhang mit Schriften und Sprüchen? Im Trash-Stil lösen wir uns von klassischen Vorgaben wie Bannern oder Rahmen. Schriften und Sinnsprüche werden direkt in die Komposition integriert. Sie fließen frei über die Haut und interagieren mit den Schattierungen und Hauptmotiven, was dem Tattoo eine moderne, fast schon collageartige Dynamik verleiht.

Wie verhindert man, dass sich zwei große Motive wie Rabe und Totenkopf gegenseitig erschlagen? Die Lösung liegt in der grafischen Verschmelzung. Anstatt beide Motive isoliert nebeneinander zu platzieren, lassen wir sie ineinandergreifen. Bei diesem Projekt haben wir den Flügel des Raben in der dunklen Augenhöhle des Totenkopfs verschwinden lassen. So entsteht eine harmonische Einheit ohne „verschwendeten“ Platz.

Ist ein Stilwechsel von Biomechanik zu Trash-Style problematisch? Überhaupt nicht. Während die Biomechanik oft die Anatomie technisch interpretiert, erlaubt der Trash-Stil eine philosophische und grafische Freiheit. Für Kunden wie Marco ist dieser Wechsel oft Ausdruck einer persönlichen Weiterentwicklung und unterstreicht den individuellen Charakter des gesamten Körperkonzepts.

Warum wird bei diesem Tattoo so viel helles Grau verwendet? Die hellgrauen Strahlen dienen als grafisches Leitelement. Sie schaffen eine Verbindung zwischen den Körperpartien (Schulter bis Brust) und erzeugen eine räumliche Tiefe. Diese „Perspektive in der Flucht“ verstärkt die symbolische Aussage des Sinnspruchs über das Schicksal.

Herz Trash Biomechanik Coverup Tattoo

Herz Trash Biomechanik Coverup Tattoo

 

Herz Trash Biomechanik Coverup Tattoo

Was darf es denn sein? Ein bisschen Biomechanik, ein bisschen Herz, ein bisschen Trash-Polka-Stil… und am Besten dazu noch ein wenig Überdeckung von einem alten Tattoo. Ich muss zugeben, dass ich mich ums Verrecken nicht mehr erinnern kann, was dadrunter war, eine Schrift auf jeden Fall, denn wenn man noch ganz genau schaut kann man etwas von den alten Buchstaben von der Form durchscheinen sehen: denn wer auch immer erzählt, er könne Frakturschrift komplett überdecken, der weiß entweder etwas von dem ich nichts weiß, oder er lügt. Fast wie gedruckt. Aus dem Grund habe ich auch bei der Tätowierung das „R“ und das „E“ als einzige Buchstaben in Schwarz gearbeitet, weil ich dadurch wenigstens noch etwas von dem alten Tattoo mit in das Neue einfließen lassen konnte und so überdecken / überarbeiten konnte.