20 Dinge die du über das Todes Tattoo wissen musst
20 Dinge die du über das Todes Tattoo wissen musst- in einem Tattoo
20 Dinge die du über das Todes Tattoo wissen musst sind furchtbar wichtig. Es sei denn du bist tot. Dann kannst du in der Regel nicht mehr rechnen. Rechnen ist primär eine zerebrale Fähigkeit. Bist du tot gibt es dein Gehirn nicht mehr als funktionierende Einheit. Und das bedeutet: es ist dir gerade so ziemlich egal, ob 20 gleich zwanzig ist, denn du machst gerade eine lebensverändernde Erfahrung durch.
Der Tod als ewiger Tänzer
Der tanzende Tod, der Totentanz, ist eine bekannte Allegorie für die Einfachheit, mit der Tod einen holen kann. Ein ewiger Reigen. Ein ewiger Tanz. In seiner Verbindung mit dem Letztendlichen etwas Fröhliches mithin, etwas Verspieltes. So auch dieses Todes Tattoo. So endgültig der Tod schließlich ist, das Bild des Tanzes gibt auf gewisse Art Trost. Erstmals wohl nach der Pest 1350 in der europäischen Kunst thematisiert handelt es sich um ein inzwischen gängiges Motiv, wenn es um die Darstellung der Vergänglichkeit geht. Dabei handelt es sich nicht um einen grausamen Euphemismus, wie er für andere Wege des Ablebens gebraucht wurde – Stichwort „Tanz am Strick“ für die Exekution mittels des Galgen- sondern um eine Sehnsucht, aber auch Ekstase.
Fledermäuse und Knochen im Todes Tattoo
Jetzt kann man berechtigterweise sagen, dass, wären die Wünsche nicht der Knochenmann und Fledermäuse, sondern beispielsweise Hund und Knochenmann gewesen, das Endergebnis wäre komplett anders ausgefallen. Aber die Ansage war Fledermäuse. Und halt der Sensenmann. Und als nächste Vorgabe das Bein, von oben bis unten. Und so nahm der Tod seinen Lauf. Die Vergänglichkeit musste gefeiert werden. Und so war eine der ersten Fragen, die ich mir gestellt habe: Wie kann man den Tod als Transition von einem Darseinszustand in den nächsten, von lebend zu tot in einer Leichtigkeit darstellen , die Seinesgleichen sucht? Dabei kam ich dann auf die Pusteblume, die Leichtigkeit, aber auch Vergänglichkeit und Fluffigkeit besser als andere Dinge in dieser Welt symbolisiert.
Luftiger Aufbau
Eine Fledermaus kann man als vieles bezeichnen. Sie wurden auch schon als vieles bezeichnet. Vor allem ist sie auf jeden Fall ein fliegendes Tier. Also musste ein luftiger Aufbau her. Und dann spielte mir die Stelle an und um das Bein herum weitere Streiche. Knie: Einfach, difus, um der Bewegung im Laufe der Jahre nicht zu unterliegen. Schädel über das Knie. Brustkorb auf die Wade. Wie jetzt, am Schienbein ist ein schön ausgeprägter Muskelbauch? Was rundes. Darf es ein Herz sein? klare Antwort: Ja. Und wenn dort ein Herz ist, muss es ja eigentlich in dem Brustkorb fehlen.
Verspieltheit
Wenn eines ganz wichtig bei einem Motiv in dieser Größe ist, dann ist es Verspieltheit. Denn wenn eines gar nicht geht, dann ist ein Totempfahl aus übereinander gestapelten Skeletten oder Schädeln. Das ist zwar sehr ernst.. Aber nicht weil es ein Todes Tattoo ist. Naja, geht vielleicht schon, ist aber nicht unbedingt Ladylike. Wobei ich nicht genau sagen kann, ob „Ladylike“ für Kiki als Beleidigung gelten könnte. Muss ich mal fragen. Trotzdem ist das eine große Fläche und der Aufbau zählt. Kontrast, Tiefe, Störer, Fluß, alles muss berücksichtigt werden. Denn sonst stehlen sich die einzelnen Elemente die Schau. Und die sollen sich ja unterstützen, und nicht unterdrücken.
Tattoo mit Tiefe
Um die Tiefe auch zu erreichen wurden die sich in den Vordergrund drängenden Elemente selektiert. Der Totenkopf? Nein das würde sich zwar anbieten, aber der ist nicht vorne. Das ist das Herz, das der Tod in der Hand hält. Die Fledermaus? in jedem Fall Vordergrund. Das Windspiel aus Knochen? Auf jeden Fall! Die Totenkopf- Noten? Auf ganz klar jeden Fall? Die Pusteblume des Todes? Nein, fluffig, weich. Die darf nicht hart sein. Selbst wenn sie noch so weit im Vordergrund schweben sollte. Dafür aber wiederum das Becken des Todes, dessen Hüftpfanne wunderschön auf den Knöchel gesetzt wurde. Damit sich von dort die Wirbelsäule mitsamt Brustkorb in den Hintergrund verlieren kann. Diffus, weich, mit schwachem Kontrast.
Vielfalt der Einzelmotive
In seiner Vielfalt und seinem Aufbau habe ich dieses Tattoo extrem gefeiert. Der Tod itself. Ein Windspiel aus Knochen. Kleine Noten mit Totenköpfen. Kleine Pusteblumensamen mit Totenköpfen. Ein anatomisches Herzmodel, aufgeschnitten, das sich um den Stengel der Pusteblume windet. Ein herzloses Gerippe, das das Licht der Liebe in sich trägt. Und nicht zu vergessen: Eine Schleife, weil jede Dame braucht eine Schleife als Abschluss. Und die Schlange als Hommage an die Heimat Australien. Und nicht zu vergessen, putzige putzige Fledermäuse. Ich könnte bei diesem Tattoo noch so viel schreiben. Das Tattoo war ganz extrem ein Fest, ein Tanz des Todes.
Das Todes Tattoo als Erinnerung
Und während ich darüber nachdenke, fühle ich die Energie, die von jedem einzelnen Element ausgeht. Erinnere dich an deine Sterblichkeit. Schaue es dir an, dein Todes Tattoo. Es ist nicht nur ein Bild, es ist eine Geschichte, die erzählt werden will. Die Farben, die Formen, sie tanzen miteinander und schaffen eine Symphonie des Lebens und des Todes. Jedes Detail ist ein Zeugnis der Kreativität und der Leidenschaft, die in die Gestaltung geflossen sind. Es ist mehr als Kunst, es ist eine Verbindung zu den tiefsten Emotionen, die wir als Menschen erleben.






























































































